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Heckauszug Schwerlastauszug für T5 und T6 – Version 3.0 – Aluprofile

    Version 3 des Heckauszugs kommt dann doch schneller als erwartet. Der einzige Grund, warum das so ist: Der Zusammenbau vom Dachträger hat so einen Spass gemacht, dass ich nach weiteren Anwendungszwecken für die Aluprofile gesucht und mit dem Vollauszug gefunden habe. Hier Version 1 und 2 meines Auszugs:

    Heckauszug bzw. Schwerlastauszug für den VW Bus T5 für unter 100 Euro selbst bauen

    Heckauszug oder Schwerlastauszug für den T5 und T6 selbst bauen – Update 2.0

    Die Anforderungen zu früher haben sich nicht geändert. Wie bisher soll auf dem Auszug hauptsächlich die Kühlbox Platz finden und daneben eine dieser Euroboxen. Da hier kaum mal mehr als 20kg zusammenkommen, muss es auch dieses Mal kein Schwerlastauszug im eigentlichen Sinne sein und die vor Jahren gekauften Schienen sollten weiterhin ausreichen. Was mich aber schon seit dem Kauf damals stört ist, dass ich zu geizig für arretierbare Auszüge war. Ich dachte damals, das brauche ich nicht, weil der Auszug eh an der Heckklappe ansteht und somit gesichert ist. Was auch meist stimmte, allerdings dachte ich in dem Moment nicht daran, dass ich die Klappe vielleicht auch mal am Hang öffnen wollte und dann den Auszug an den Knien haben würde… In der zweiten Version hatte ich mir dann eigene Arretierungen gebastelt, die auch funktionierten, allerdings nicht sehr schön waren. Das sollte jetzt auch verbessert werden.

    Ich habe mich also schweren Herzens durchgerungen und nach Schienen mit Arretierungshebel gesucht. Um mich dann zu freuen, weil die Dinger in der von mir benötigten (kurzen) Länge von 60cm gar nicht teuer waren! Eine Traglast von 100kg wird angegeben, was mehr als locker für mich reicht. Also bestellt und während des Wartens auf die Lieferung ging es ans Skizzieren des neuen Auszugs:

    Meine Überlegungen waren hier:

    • Da ich die Auszüge in den Multivanschienen mittels Winkel verankern wollte, hatte ich inklusive der Breite der Auszüge ungefähr 103cm an Platz in der Breite. Die wollte ich voll nutzen, weil..
    • der Plan war, auf beide Seiten des Auszugs im Zweifel eine 60er Eurobox stellen zu können – eine quer und eine lang. Durch das Maß der Aluprofile von 20mm und der Nut, die am Boden der Boxen ringsum vorhanden ist, brauchte ich ein Innenmaß des Auszugs von 98cm (60cm Länge von Box 1 plus 40cm von Box 2 minus je ein Zentimeter am äußeren Rand, weil die Boxen da auf den Profilen aufstehen). 98cm plus je 2cm für den äußeren Rahmen = 102cm gesamt. Wenn dann aber irgendetwas nicht 100% stimmt und die 102cm doch nicht reichen, bekomme ich schnell ein Problem, weshalb ich die vollen 103cm nutzen will und damit 1cm Puffer habe. Absägen kann man zur Not, verlängern wird schwer.
    • 20×20-Profile, weil die für den Dachträger mit 30×30 wahrscheinlich zu übertrieben sind. Außerdem sind sie preislich deutlich attraktiver (die 30er kosten 80% mehr), leichter, schlanker und werden meine geplanten Lasten wohl locker tragen.
    • Erst mal keine Bodenplatte, sondern das offene Gestell. Mal schauen, wie das mit der Kühlbox klappt, da muss ich mir noch was überlegen.
    • Das Multiflexboard sollte weiterhin drin bleiben, weil mir das eigentlich ganz gut gefällt und recht praktisch ist. In einer weiteren Ausbaustufe könnte ich mir auch vorstellen, das irgendwann rauszuwerfen und die zweite Ebene ebenfalls mittels Aluprofilen zu realisieren – das Schöne an den Profilen ist ja, dass man jederzeit einfach umbauen und erweitern kann. Vielleicht kommt ja doch noch irgendwann eine Heckküche.
    • Mit Winkel, Schrauben, Muttern, Abdeckkappen und noch ein paar Teilen, die ich für den Dachträger noch brauchte, landete ich im Endeffekt bei Materialkosten von 80 Euro, wobei ich jetzt die Teile für Heckauszug auf vielleicht 50 Euro schätzen würde. Mit den Auszügen für rund 60 Euro und den Halterungen für die Multivanschienen reißt man also die magische 100-Euro-Grenze, es hält sich aber alles noch im Rahmen. Bestellt dieses Mal über eBay, indem man die benötigte Gesamtlänge des Profils in den Warenkorb packt (in dem Fall 3800mm) und als Nachricht an den Verkäufer die Bitte reinschreibt, er solle doch 2x 1030mm und 3x 580mm zuschneiden – der Zuschnitt ist wie beim Dachträger inklusive und man spart sich so eine Terrasse voller Aluspäne, dadurch eine genervte Familie und zusätzlich noch krumme Kanten :)

    Stückliste:

    • Schwerlastauszüge 60cm
    • Winkel (ich habe welche in 50x50x35mm aus Stahl genommen)
    • T-Verbinder für die Multivanschienen
    • Abstandsplatten für die Schienen (kann man m.E. auch verzichten oder selbst drucken).
    • Aluprofil in 20×20. Bestellmenge ist 1x 2000mm und einmal 1800mm. Anschließend muss man dem Verkäufer noch eine Nachricht schreiben, dass man 3x 580mm und 2x 1030mm zugeschnitten haben möchte, was dann in Summe die 3800mm ergibt.
    • Nutensteine (zur Befestigung der Profile an den Schwerlastschienen – ich habe 10 bestellt, falls ich noch sonst etwas befestigen will)
    • 6 Winkel. Ich habe solche Innenwinkel verwendet, die etwas teurer sind, aber weniger Platz belegen.
    • Abdeckkappen
    • Eine Hand voll Schrauben und Muttern
    • Werkzeug

    Die Lieferung kam schnell und es ging ans Basteln, wobei auch das sehr schnell erledigt war.

    Zwei Streben quer, drei längs, dazu ein paar Winkel
    Eurobox rechts passt
    und Eurobox links passt

    Die Schwerlastschienen habe ich einfach mittels Nutensteine (oder Hammerkopfmuttern ist der korrekte Ausdruck) an den Seiten verschraubt.

    Die Befestigung sollte wieder über diese T-Schrauben in den Multivanschienen erfolgen. Dazu habe ich mich schließlich einfachen Winkeln bedient, nachdem ich lange überlegt hatte, wie ich das mit Aluprofilen hinbekommen könnte und keine schöne Lösung fand.

    Schwierigkeit war, dass ich das Multiflexboard behalten wollte und somit eine Lösung brauchte, die es erlaubt, die Auszüge vor und hinter den deren Konsolen zu befestigen. Beim Probestellen der Euroboxen ist mir leider ein Denkfehler bei der Bemaßung aufgefallen: Ich hatte ja so geplant, dass ich ringsrum immer ca. 1 cm Rand habe, damit die Boxen da aufliegen können. Das klappt zwar, ich hatte aber nicht bedacht, dass der Rand unter den Boxen breiter ist. Heißt, die Boxen können so in alle Richtungen etwa einen Zentimeter rutschen. Da ich aber den Platz brauche, sobald ich beide Boxen gleichzeitig draufstelle, bliebe nur eine zusätzliche Strebe, welche ich jetzt nicht nachbestellen wollte. Es muss also erst mal so gehen und sich bewähren.

    Unter die seitlichen Winkel zur Befestigung in den Schienen hatte ich mir noch selbstgedruckte Abstandsplatten geschraubt. Diese sollen dann an den Schienenabdeckungen aufliegen, die Last besser verteilen und die Blenden vor Kratzern der Stahlwinkel schützen.

    Ab in den Bus damit.

    Hier freut es mich dann doch, dass meine Abmessungen stimmen. Die Schublade rastet gut ein und lässt sich genauso gut entriegeln und herausziehen. So bin ich zufrieden. Für meine Kühlbox entschloss ich mich dann doch direkt, dass ich im rechten Bereich (also der breite Abschnitt) noch ein Brett einpassen wollte. Dazu hatte ich mich noch ein paar Winkel-Platten gedruckt, die zum einen das Konstrukt zusätzlich stabilisieren und zum anderen Auflagefläche für das Brett geben.

    Wie so oft merke ich jetzt, dass mindestens ein Bild im beladenen Zustand fehlt.. das liefere ich nach und auch ein Bild mit angebrachtem Brett folgt noch. Erster Eindruck ist schon mal sehr gut, man muss aber auch sagen, dass ich nicht mehr als zwei, drei Getränkekisten drauf stellen würde. Wer mehr Gewichtsreserve braucht, sollte wahrscheinlich 30×30-Profile nehmen.

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