Aufrüstung des Webasto Zuheizers im T5 zur Standheizung mit T91

Update 10/2018, nach drei Jahren, siehe unten!

Da wechselt man vom 7er-BMW ins T5-Lager, weil man sich einbildet, dass man dann günstiger fährt – statt 4,4-Liter-V8-Benziner nur noch 2-Liter-Turbodiesel – oder anders: statt 12 Liter Super nur noch 8 Liter Diesel Verbrauch. Als alter Busfan kann man sich auch recht einfach den horrenden Kaufpreis des gebrauchten T5 schönrechnen und man blendet dann auch schnell die warnenden Rufe anderer T5-Fahrer aus, dass sie im Vergleich zum T3 (oder auch T4) deutlich fehleranfällig seien. „Wird bei mir bestimmt anders sein! Deshalb kauf‘ ich ihn ja beim Händler.“ – Pustekuchen! Hätte ich aber nicht beim Händler gekauft und dadurch eine Gebrauchtwagen-Garantie, wäre ich ziemlich sicher schon bankrott. Die Gesamtkosten, die ich die letzten 3 Jahre für den 7er hatte, waren beim T5 in der ersten Woche weg.

Naja, aber darum soll es hier nicht gehen. Der T5 kommt mit viel guter Ausstattung und deshalb will ich jetzt mal damit zufrieden sein. Ob er in 20 Jahren auch noch so gut läuft, wie mein jetzt 25jähriger T3, bleibt abzuwarten.

Wie gesagt, die Ausstattung ist in Ordnung und in der langen Liste, die der Händler im Verkaufsrausch an mich verschickte, fand sich auch ein Punkt „Standheizung“. Diese lässt sich via Fernbedienung oder Zeitschaltuhr steuern und zaubert (bei getesteten 1stelligen Plusgraden) innerhalb von 30 Minuten wohlige Wärme in den Bus. Da es sich – wie ich im Nachhinein feststellte – um eine Luftstandheizung (LSH) handelt, gibt es den großen Vorteil, dass man das Ding auch mal einen Tag oder eine Nacht (Gerüchten zufolge soll es wohl bis zu 72 Stunden problemlos gehen) durchlaufen lassen kann – also auch im Winter prima im Bus nächtigen kann. Der Dieselverbrauch liegt wohl bei 0,3 bis 0,6 Litern pro Stunde (je nach Heizstufe) und der Stromverbrauch hält sich dank des eigenen Lüfters ebenfalls in Grenzen. Genau dieser eigene Lüfter und der Ausströmer (findet sich in der B-Säule der Beifahrerseite) sorgt dafür, dass der Innenraum warm wird, bläst aber nirgends direkt an die Scheiben. Im Winter erwartet man aber genau das von einer Standheizung: kein Kratzen. Zumindest habe ich das erwartet, als ich das Wort „Standheizung“ gelesen hatte. Damit war das Thema erst mal für mich erledigt und ich wollte abwarten, bis es jetzt dann richtig kalt wird, um zu sehen, ob ich mit dem Ding nicht doch irgendwie verhindern kann, dass die Scheiben zufrieren. Nach intensiver Recherche zeigte sich aber, dass man die Heizung zumindest auf kleiner Stufe quasi durchlaufen lassen müsste, wenn es entsprechend kalt wird. Weder für den Diesel- noch für den Stromverbrauch toll.

Das Zauberwort, das bei der Recherche immer wieder auftauchte, hieß „Zuheizer“. Die Diesel-T5 (so wie ich es gelesen habe, mindestens die Multivans) besitzen serienmäßig einen Zuheizer unter dem Auto, der dafür sorgt, dass man den Bus nach Fahrtantritt relativ schnell warm bekommt, obwohl man einen downgesizeten Mini-Motor hinten.. ne warte, der T5 hat ja den Motor gar nicht hinten ;-).. vorne drin hat, der so wenig Abwärme produziert, dass selbst die Marderfamilie zum Nachbarauto umzieht, um sich aufzuwärmen. In diversen Anleitungen wird beschrieben, wie man den Zuheizer sehr einfach zur Standheizung (also dann zur Warmwasserzusatzheizung WWZH) umrüstet. Der Zuheizer kommt von Webasto, die Luftstandheizung – zumindest bei mir – von Eberspächer. Für die Aufrüstung des Zuheizers muss man wohl nur eine Steuerungseinheit bzw. Vorwahluhr von Webasto kaufen (ab ~50 Euro für die günstige Variante, für knapp 80€ gibt es das neue, bessere und schönere Modell, Multicontrol), ein Kabel nach unten führen und in den Stecker des Zuheizers in Pin 1 einstecken. Über Pin 1 wird dann ein Signal an den Zuheizer geschickt, das ihm immer wieder sagt: Du bist kein Zuheizer, Du bist eine Standheizung. Eine Standheizung bist Du! Du machst warm. Du bist eine Standheizung.

Das Schöne an der Sache ist, dass der Bus eine Climatronic hat, die alles einfacher macht. Wenn der Zuheizer nämlich denkt, dass er jetzt warm genug ist, schickt er ein Signal an die Climatronic, die die Schleusen Richtung Frontscheibe öffnet und die Warmluft zum Abtauen nutzt. Mit einer normalen Climatic oder gar keiner Klimaanlage geht es wohl auch relativ einfach, aber eben nicht ganz so komfortabel, da man hier zuvor einstellen muss, dass die warme Luft auch auf der Scheibe landet. Die Ansteuerung des Fahrzeuggebläses zeigt schon den Nachteil dieser Standheizung: Ohne laufende Lichtmaschine wird man kaum das Gebläse eine längere Zeit nutzen können – Richtwert ist da, Laufzeit der Standheizung ist kleiner als Fahrtzeit. Wenn man pro Tag also morgens 30 Minuten heizt und dann 30 Minuten zur Arbeit und 30 Minuten wieder zurück fährt, sollte das von der Batterie her machbar sein. Da der Bus eine Zweitbatterie hat, kann ich mir im Notfall auch noch überlegen, ob ich nicht das Gebläse auf diese Zusatzbatterie hänge…

Weiteres Lesen brachte mich vom Gedanken der Zeitschaltuhr wieder ab, da es mit weniger Aufwand die Möglichkeit gibt, eine Fernbedienung (T91) nachzurüsten. Damit fällt die Möglichkeit der Programmierung zwar erst mal weg, ich kann aber morgens nach dem Aufstehen kurz rausschauen und wenn Eis auf der Scheibe ist, das Knöpfchen drücken. Es entfällt das Anbringen der Vorwahluhr irgendwo am Armaturenbrett und damit eventuelles Bohren, Kleben, Kabel verlegen. Im Detail braucht man die Fernbedienung, den Empfänger, eine Antenne und Kabel für Dauerplus, Minus und die Steuerleitung. Kosten zusammen als Set etwa 220 Euro, wobei man hier noch deutlich sparen kann, wenn man die Teile einzeln und ggf. gebraucht zusammenkauft. Ich hatte mich für das Komplettset entschieden, da mir die Zeit fehlte, alles einzeln zusammenzusuchen.

Nun war es also soweit, alle Teile liegen da und das Wetter spielte trotz November mit. In Foren wird vom Zeitaufwand her alles beschrieben. Von „Ging locker in einer Stunde“ bis „Einen Samstag sollte man komplett einplanen“ war alles dabei. Die einzelnen Schritte hatten sich so gelesen, dass ich von max. 2 Stunden ausgegangen bin – insgeheim eigentlich eher von einer. Es gibt auch nicht viel zu tun: Fahrersitz abschrauben, Empfänger darunter festschrauben und verkabeln, Steuerleitung durch ein Loch nach unten. Dann unter den Bus, Verkleidung ab, Stecker weg, Kabel von oben rein – zusammenbauen, fertig. In der Theorie…

In der Praxis war ich gute 3 Stunden beschäftigt und mir tut ALLES weh. Gut, vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass ich nur zwei Auffahrrampen zur Verfügung hatte und auch mal ein/zwei Minuten länger unter dem Bus liegen geblieben bin, wenn besonders viele neugierige Nachbarn daneben standen und danach lechzten, mir sofort Fragen zu stellen, sobald ich hervor kommen würde. Selbst schuld, wenn man in einer Gegend wohnt, wo man weder selbst schraubt, noch überhaupt Werkzeug hat.. („Könnten Sie mir evtl. einen dieser… hach, wie heißt das noch.. Schraubenzieher leihen? Ich möchte ein Regal aufbauen.“ – das bereut man übrigens spätestens dann, wenn man stattdessen einen Akku-Schrauber verleiht, zwei Minuten später aus der Nachbarwohnung hämmernde Geräusche hört, Tage später das Gerät völlig vermackt zurückbekommt und realisieren muss, dass man damit wohl nicht nur Schrauben eindrehen, sondern auch Nägel in die Wand schlagen kann..).

Hier nun also in kurzen Worten, was in Wirklichkeit viel länger gedauert hat. Um das aber klarzustellen: Die bis zu 1.000 Euro, die VW für die Aufrüstung verlangt, sind trotzdem völlig überzogen. Selbst mit Garantie und Teilen direkt vom Webasto-Händler dürfte der Gesamtpreis beim freien Schrauber um die Ecke kaum über 400 Euro liegen – und das wäre es mir im Nachhinein sogar wert gewesen.

  1. Bus auf die Auffahrrampen fahren und sichern. Aus purer Angst hatte ich mir zusätzlich noch einen Unterstellbock dazu gestellt. Der Bus ist nicht gerade ein Leichtgewicht und trotz seiner großen Bodenfreiheit dürfte es schon ziemlich schmerzen, wenn >2 Tonnen auf dem Gesicht stehen.

    Ab mit dem Bus auf die Rampen

  2. Unter den Bus schauen. Aha, die Verkleidung hatte ich mir kleiner vorgestellt. Außerdem realisiere ich erst jetzt, dass der PanAmericana (darum handelt es sich bei meinem Bus) die seitlichen Schwellerschutzteile durch die Verkleidung verschraubt hat und diese vermutlich auch ab müssen (später zeigt sich, dass es auch so geht!).

    Unterbodenverkleidung am T5.2 PanAmericana

  3. Fahrersitz raus. Dazu zuerst ganz nach vorne schieben und zwei Schrauben in den Schienen lösen.

    Sitz zuerst ganz vor…

    Anschließend ganz nach hinten und den Sitz – sofern man eine Höhenverstellung hat – ganz nach oben pumpen. Nur so komme ich mit einer kleinen Rätsche an die zwei Muttern, die vorne in den Schieben sichtbar werden.

    …dann ganz nach hinten und hoch damit!

    Sitz vorsichtig nach hinten kippen. Ich hatte mir dazu so eine Eurobox aus dem Baumarkt hinter den Sitz gestellt. Passte von der Höhe her einwandfrei. Alternativ ist auch denkbar, dass man den Sitz auf einen vorhandenen Einzelsitz hinten ablegt. Keine Panik, im Vergleich zu den Drehsitzen hinten ist der Fahrersitz sehr sehr leicht.

    Nach hinten ablegen.

  4. Jetzt unter den Bus. Die Verkleidung abschrauben. Dabei sehe ich jetzt, dass es reicht, wenn man die Halter der PanAmericana-Beplankung nur abschraubt und beiseite legt. Die Verkleidung schraube ich nur auf der Fahrerseite ab und kippe sie nach unten. Hätte ich eine Hebebühne, würde ich sie zwecks Platzgewinn auf jeden Fall ganz abschrauben.

    Unterbodenverkleidung (teilweise) abschrauben

    Ein erster Blick zeigt, dass die Standheizung in einer Art Käfig eingebaut ist, der über drei Schrauben gelöst und etwas abgelassen werden kann.

    Käfig des Zuheizers

    Leider nur „etwas“, weshalb man trotzdem weiterhin nur sehr bescheiden an den Stecker darüber kommt, der gezogen werden muss. Also zur Entspannung erst mal wieder hoch und..

  5. den Empfänger einbauen. Er wird einfach neben der Zweitbatterie an die Sitzkonsole geschraubt und mit Plus und Minus versorgt. Dank der laut Ausstattungsliste „Elektrischen Schnittstelle für externe Nutzung (Klemmleiste im Fahrersitzkasten)“, finden sich die nötigen Anschüsse leicht an der genau passenden Stelle, nämlich unter dem Fahrersitz.
  6. Nun muss ein Weg nach unten gesucht werden. Nach langem Suchen und nicht Finden entschließe ich mich, den Sitz doch komplett auszubauen. Ist auch schnell gemacht, Kabel abstecken, Sitz weg, fertig. Ab dann das etwas mulmige Gefühl.. Airbag im Sitz vergessen.. wie verhält sich jetzt das Steuergerät, wenn es merkt, dass der Airbag nicht mehr da ist? Egal, wenn eine Airbagwarnung im Display erscheinen sollte, nehme ich das zum Anlass, die 400€ für VCDS auszugeben.

    Elektrische Schnittstelle für externe Nutzung

    Ok, Sitz ist weg, ein Loch ist nach wie vor nicht zu finden. Also Zweitbatterie raus. Immer noch nichts. Ab unter den Bus. Dann die auf dem Bild markierte Gummitülle herausgezogen (Hinweis: geht rein und raus wie Butter – kein Grund, sich Sorgen zu machen, wie man die wohl wieder reinbekommt!) und von unten eine Taschenlampe reingesteckt.

    Gummitülle zur Kabeldurchführung entfernen

    Oben wieder schauen: Tatsächlich, ein bisschen Licht kommt durch. Nach erneutem Suchen findet sich endlich der Durchgang und ich kann das Kabel durchschieben (auf dem Bild steckt im Loch ein Kabelbinder, mit dem ich mich vorgetastet hatte. Man sieht, dass man nichts sieht – ich weiß bis heute nicht, wo das Loch genau ist, konnte es aber teilweise erfühlen und – viel wichtiger – das Kabel durchstecken).

    Loch unter der Batterieplatte

  7. Wieder unter den Bus. Das Kabel muss nun „nur noch“ in den Stecker eingepinnt werden.Dazu die Theorie:
    • Stecker abziehen
    • Entriegelung lösen (damit wird das Loch im Stecker frei)
    • von oben einen kleinen Gummistöpsel herausnehmen (geht mit einer Nadel ganz gut)
    • Kabel ins Loch schieben, einrasten
    • Verriegelung zurückschieben
    • Stecker wieder rein, fertig.Praxis:
    • Stecker abziehen dauert ewig, weil ich ohne Bühne quasi keinen Platz habe. Ich bekomme zwar die Hand über den Stecker und kann gleichzeitig die zwei Halteklammern zusammendrücken, habe dann aber keine Möglichkeit, das Konstrukt mit der anderen Hand nach oben wegzuziehen. Es gelingt schließlich mit einem großen Schraubendreher, den ich als Hebel nutzen kann.
    • Ich verstehe lange nicht, wie die Verriegelung des Steckers funktioniert und kann es mir auch nicht genau anschauen, weil ich den Stecker nur etwa 10cm weit von der Heizung wegziehen kann. Das ist auch der Grund, warum ich kein Bild davon gemacht habe. Hier findet ihr ein Bild aus der Einbauanleitung von Webasto (die ich leider erst danach gefunden habe..).

     

    Verriegelung lösen

    Man drückt mit einer Nadel die Arretierung zuerst nach oben (durch das ganz kleine Löchlein oberhalb des Pin 3) und schiebt sie nach rechts weg. Meine Verriegelung war grün, sonst aber augenscheinlich identisch mit der rosafarbenen auf dem Bild.
    • Gummistöpsel mit Nadel entfernen – geht tatsächlich sehr gut.
    • Kabel von oben einpinnen – geht ebenfalls gut, trotz der engen Platzverhältnisse.
    • Verriegelung zurück, Stecker rein, fertig! Fertig?
    • Jetzt bemerken, dass man das Kabel noch nicht durch die Gummitülle im Fahrzeugboden gezogen hat, sondern es einfach herunterhängt.
    • Überlegen, ob man nun alles noch mal macht oder pfuscht und das Kabel seitlich an der Tülle vorbei legt. Ich sage nicht, wie ich mich entschieden habe.

  8. Bevor ich an den Wiederzusammenbau gegangen bin, wollte ich unbedingt einen Testlauf machen. Also zuerst..
  9. die Batterie wieder in die Sitzkonsole und anschließen. Dann..
  10. die Antenne in den Empfänger stecken und die Fernbedienung anlernen. Dazu den Empfänger wieder vom gerade angeschlossenen Strom trennen (Sicherung ziehen) und nach ein paar Sekunden wieder unter Strom setzen. Jetzt direkt etwa eine Sekunde lang die Off-Taste an der T91 drücken, die LED leuchtet kurz und die Fernbedienung ist angelernt. Das war einfach.
  11. Noch mal nachschauen, ob man irgendwas vergessen hat und ob die Heizung unter dem Auto stabil hängt. On-Taste drücken. Klack-klack-klack… läuft! Direkt wieder off drücken, die Heizung läuft noch eine Weile lang nach und verstummt dann.
  12. Wiederzusammenbau: Den Käfig der Heizung mit den 3 Schrauben befestigen und die Unterbodenverkleidung nebst Halter der Beplankung wieder anschrauben. Oben die Batteriehalterung anschrauben und die Antenne hinter die Batterie verlegen (bei mir liegt sie im Moment noch unbefestigt dahinter, da ich noch unschlüssig bin, wo sie am Schluss tatsächlich hin soll). Daran denken, die Batterieentlüftung (der kleine Schlauch seitlich) wieder anzuschließen. Alle Kabel noch mal prüfen. Sitz wieder ansetzen und Kabel von Airbag, Sitzheizung und Anschnallleuchte anstecken. Sitz festschrauben. Sitz wieder abschrauben, weil man den Gummiüberzug für die Zweitbatterie vergessen hat. Erneut festschrauben.

Nachdem alle Wegrollsicherungen und Werkzeuge beiseite geräumt waren, der bange Blick ins Display des Bordcomputers beim Anlassen des Motors und die Erleichterung: Keine Airbag-Warnung! Nachträgliche Recherche ergibt, dass man wohl keine Probleme bekommt, solange man zwischendrin mit angestecktem Airbag nicht die Zündung anmacht.

Jetzt bleibt abzuwarten, was die Heizung nun bei Minusgraden macht. Kaum aufgerüstet und schon sagen sie im Wetterbericht etwas von 20 Grad. Plus, versteht sich…

Update 10/2018, es also drei Jahre seit dem Einbau vergangen!

Der Zuheizer funktioniert nun zum Start der vierten Wintersaison immer noch nahezu perfekt. Nahezu deshalb, weil ich zwei Mal die Situation hatte, dass ich morgens aus dem Bad heraus auf die Fernbedienung drückte und sie dann dort vergessen hatte. Da ich anschließend ans Auto kam, als der Zuheizer noch lief, startet und zur Arbeit fuhr, hat scheinbar das Abschaltsignal gefehlt und die Standheizung lief nach dem Abstellen des Busses noch weiter. Hat aber nicht geschadet, sie lief wohl nicht allzu lange (ich bin nicht dabeigeblieben, Kollegen sprachen mich aber darauf an, dass sie Geräusche aus dem Bus gehört hätten – das könnte also dann ein Problem sein, wenn ihr als Ziel eine Tiefgarage habt. In dem Fall also entweder immer die Fernbedienung am Schlüsselbund, eine zweite im Handschuhfach oder zusätzlich ein Display installieren. Ich tendiere im Moment zur Nachrüstung der ThermoCall-Geschichte, vielleicht wird es aber auch nur eine zweite T91, die fest im Bad installiert wird ;-)

Nach dem Langzeittest kann ich nun auch sagen, dass es für die Batterie ausreicht, wenn man morgens die Standheizung laufen lässt und anschließend eine Fahrt von ungefähr 30 Minuten vor sich hat. Da es ab und zu aber vorkam, dass eine kürzere oder sehr kurze Strecke gefahren wurde, machte meine Batterie irgendwann schlapp (das zeigte sich so, dass die Standheizung zu früh abschaltete und den Bus nicht warm bekam). Ich entschloss mich damals dann, eine größere Batterie einzubauen – seitdem ist alles prima! Apropos Batterie: Nach Umzug reichte die Fernbedienung nicht mehr vom Bad bis in den Bus – also tauschte ich mal prophylaktisch die Batterie der Fernbedienung (es wird so eine seltsame Riesenknopfzelle gebraucht, die ich bisher noch in keinem meiner Geräte gesehen hatte). Obwohl die alte Batterie offensichtlich noch funktionierte, klappt es mit der neuen jetzt und ich kann wieder problemlos steuern.

Fazit nach drei Jahren

Ich würde es immer wieder machen. Die Umbausätze sind etwas teurer geworden seit damals, als das trifft wohl auch auf vieles anderes zu (außer Diesel-Fahrzeuge). Bei Ebay zahlt man mittlerweile zwischen 150 und rund 300 Euro für die Sätze, je nachdem ob man eine Eieruhr, ein Multicontrol oder eine Fernbedienung möchte. Aber auch für 300 Euro würde ich den Komfort nicht mehr missen müssen. Glaubt mir, man wird zwangsläufig schadenfroh, wenn man hier im Porsche-Land wohnt und der Nachbar zwar das neuste Modell vor der Tür hat, aber gerade am Kratzen ist, während man in seinem 20 Grad warmen Bus springt und startet. Ich darf das sagen, da sich das dann im Sommer wieder ausgleicht, wenn er beim Losfahren das Verdeckt öffnet und ich in den 35 Grad heißen Bus komme :)

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2 Antworten

  1. 17. Juni 2017

    […] es sei gestohlen. Dieser Meinung war ich, weil ich die Batterie(n) bei diversen Bastelaktionen, wie dem Aufrüsten des Zuheizers, schon öfter mal abgeklemmt und nie Probleme hatte. Zuletzt hatte ich die Batterie nach dem Winter […]

  2. 14. Juli 2017

    […] ist aber eigentlich selbsterklärend und habe ich eingermaßen bebildert in den Artikeln zur Zuheizer-Aufrüstung und zum Einbau der Drehkonsolen (hätte ich bei meinen ganzen Bastelaktionen mal überlegt, was ich […]

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