230V-Einspeisung im T5 Multivan – Teil 4 (Fertigstellung CEE-Dose im Motorraum)

Drei Jahre ist es her, dass ich den Bus zerlegt und ein Kabel in den Innenraum gezogen hatte. Drei Jahre, in denen viel passiert ist. Soviel, dass für Landstrom keine Zeit blieb und ich es auch in all der Zeit nie vermisst hatte. Wobei, doch, eigentlich schon. Es gab verschiedene Gelegenheiten, zu denen ich die Busbatterien gerne komfortabel nachgeladen hätte. Auf dem ein oder anderen Campingplatz musste ich so das Ladegerät abenteuerlich am Bus baumeln lassen und ganz aktuell kam in der Coronakrise schon ab und zu der Wunsch auf, die Batterien nachzuladen, nachdem der Bus die letzten Monate kaum gelaufen ist und die Lichtmaschine deshalb kaum laden durfte.

Also, noch mal zur Auffrischung, was hatte ich vor drei Jahren gemacht?

Im ersten Teil ging es mir nur darum, meine Vorgeschichte zu erläutern und warum ich mich pro Motorraum, FI und CEE und contra Kühlergrill, Blechdurchbruch und DEFA entschieden hatte.

230V-Einspeisung im T5 Multivan – Teil 1 (Vorgeschichte)

In Teil zwei ging es um die von mir verbauten Teile.

230V-Einspeisung im T5 Multivan – Teil 2 (Einkaufsliste)

Im dritten Teil sollte es um den Einbau gehen, wobei ich nur soweit kam, den Kabelweg vom Motorraum in den Innenraum und dort bis unter den Sitz zu beschreiben. Dann kamen solch kleine Dinge wie ein drittes Kind, ein Umzug und ein Motorschaden dazwischen, was mich die Prioritäten etwas anders setzen ließ.

230V-Einspeisung im T5 Multivan – Teil 3 (Einbauanleitung)

Nun also der vielleicht finale, vierte Teil. Vor einiger langer Zeit hatte ich die vom Werk entfeinerte Abdeckung der Batterie und nur knapp 3 Jahre später auch das passende Gewinde nachgerüstet (hier und hier beschrieben), was ich damals auch hauptsächlich deshalb machte, weil ich den Stromanschluss schon im Hinterkopf hatte. In die Abdeckung sollte nämlich die CEE-Dose eingelassen werden. Ich wusste von diversen Messen und Campingplätzen, dass eine Zuleitung hier auch bei geschlossener Motorhaube funktioniert und das so auf die Art schon öfter gemacht wurde.

Als erstes habe ich grob markiert, wo die Dose hin soll und wo es darunter dann auch genügend Platz haben sollte. Dann angezeichnet, mit dem Dremel herausgetrennt und festgeschraubt. Ist schnell gemacht, man sollte aber einigermaßen sauber messen, damit es nicht blöd aussieht und am Schluss auch passt. Dummerweise befindet sich auf der Abdeckung ein erhabenes Batteriesymbol, das genau am Rand der Dose diese einen kleinen Spalt hochdrückt. Evtl. bastele ich da mal noch eine dickere „Dichtung“ aus einer alten Isomatte. Jetzt geht es ans Anschließen. Die Reste des Gummikabels, das ich vor drei Jahren verwendet hatte, fand ich wie erwartet nirgends mehr, weshalb ich kurz im örtlichen Baumarkt zu dieser Gummileitung griff. Online gibt es mittlerweile auch kleinere Mengen, bswp. hier 5m, das komplette für den Bus reichen würde (als ich vor drei Jahren schaute, waren es meist 50m-Rollen). Nachdem das Kabel da lag, abisolieren (wer Kinder im KiKa-fähigen Alter hat, sollte sich übrigens keine Abisolierzange kaufen, die auf dem Namen Jokari hört. Unweigerlich ertöhnt nämlich bei jedem Griff danach im Hinterkopf eine Stimme, die „Yakari“ sagt und Millisekunden später noch „und kleiner Donner!!!“ schreit). Zwischen Einspeisedose und Sicherungkasten (bzw. Kleinverteiler wie der genannt wird) werden eigentlich nur ein paar Zentimeter Kabel benötigt. Da ich mir aber unschlüssig war, wo genau der Verteiler dann sitzen würde, habe ich lieber ein paar cm mehr gegeben – kürzen kann man dann immer noch, wobei man es vermutlich auch nicht zu lang lassen sollte, weil es da bestimmt eine Vorschrift gibt. Ach so, gutes Stichwort mal wieder!

Ich bin kein Elektriker, Kfz-Mechatroniker oder Wohnwagenbauer. Ich habe mir die Infos zum Einbau zum großen Teil ergoogelt und hatte sowohl einen Bus, als auch einen Wohnwagen mit serienmäßiger Installation zum Abschauen. Trotzdem kann ich keine Garantie geben, dass das so richtig ist und regelkonform, was ich da mache. Als ich jetzt aktuell wieder an dem Thema weitergearbeitet habe, bin ich bswp. auch auf den Hinweis gestoßen, dass der von mir eingesetzte kombinierte FI/Leitungsschutzschalter so nicht zu 100% richtig ist, weil der nicht beide Leiter trennt (ich hatte mich auf die Bezeichnung 1+N verlassen und da man beide Leitungen (und natürlich noch den Schutzleiter) anschließen muss, dachte ich, dass wäre korrekt. Vielleicht stimmt die Info aber auch gar nicht und das Ding ist richtig. Hintergrund ist, dass es ja theoretisch Campingplätze geben könnte, bei denen in den CEE-Dosen Phase und Neutralleiter vertauscht wurden (das Kabel kann man logischerweise nicht falschrum einstecken). Und wenn dann der Fi nicht beide Leiter trennt, riskiert man unter Umständen trotzdem einen Schlag. Was ich damit sagen will: Denkt selber mit. Nehmt dick ummanteltes, sicheres Kabel und schafft sauber! Die Tatsache, dass hier aber das Komplettset mit den von mir verwendeten Komponenten verkauft wird, stimmt mich zuversichtlich.

Also, zurück zum Bus und das dort bereits verlegte Kabel noch in den Kasten und an den Fi.

Fertig!

…was den Motorraum angeht. Jetzt fällt mir auf, dass das Kabel zwar jetzt bis zum Sitz kommt, aber dort ja noch gar keine Steckdose vorhanden ist.

Also doch ein Teil 5… naja, bis 2023 bekomme ich das gebacken! (Scherz, hab schon angefangen… wird also bis nächstes Jahr was)

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