Heckauszug oder Schwerlastauszug für den T5 und T6 selbst bauen – Update 2.0

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Vor geraumer Zeit – wenn ich so nachschaue, liegt das schon 2 Jahre zurück – hatte ich mir mal einen Heckauszug für den Multivan gebastelt und hier ein bisschen dokumentiert:

Heckauszug bzw. Schwerlastauszug für den VW Bus T5 für unter 100 Euro selbst bauen

Ich zitiere meine Schlussworte von damals mal selbst:

[…] Es war Quatsch von mir zu denken, dass ich den Auszug nur für 2/3 der Breite bräuchte […] Der nächste Auszug geht also entweder in einem Stück über die ganze Breite oder wird zweigeteilt sein. […]

[…] Der nächste Auszug bekommt also eine Arretierung – in welcher Art auch immer. […]

[…] Durch die Höhe wird zuviel Platz verschenkt. […]

[…] Die Fixierung durch nur zwei Befestigungen am hinteren Brett reicht aus, allerdings wird die ganze Konstruktion in beladenem Zustand zu labil […]

Passiert ist die letzten 2 Jahre nichts und tlw. war der Auszug auch ausgebaut, da der Platz für einen Kinderwagen gebraucht wurde. Der große Kinderwagen muss mittlerweile nicht mehr mit und es war schon eine Weile an der Zeit, weiterzubasteln. Trotzdem gab es immer genug anderes zu tun und es muss wohl erst eine Corona-Krise kommen, damit ich mich dem Thema mal wieder widme.

Das Material lag großteils noch Zuhause rum oder war im alten Auszug verbaut. Weil ich für die Vollauszüge mit einer eingebauten Arretierung nicht noch mal Geld ausgeben wollte (sie sind schon deutlich teurer), ging es erst mal ans Basteln und ich schob das Arretier-Problem bis zum Schluss vor mir her.

Es sollte wieder kein Schwerlastauszug mit Betonung auf „schwer“ werden, da ich eigentlich nur leichtes Gepäck, die Kühlbox und vielleicht mal ein/zwei Getränkekisten transportieren will. Deshalb fiel die Wahl wieder auf den Baustoff Holz, auch weil das wie oben erwähnt schon im Keller lag und ein Gerüst aus Aluprofilen erst gekauft werden müsste. In Version 3.0 mach ich das dann.

Schritt 1: Schienen ausmessen, da die ausgespart werden sollten. Hier hab ich das ausführlicher beschrieben, wie und warum ich das mache.

Schritt 2: Konturen und Maße auf das Holz (Querlatten) übertragen.

Schritt 3: Ausparungen ausschneiden. Ich habe dazu mein Multitool genommen, weil es schneller geht, es ginge natürlich auch per Handsäge oder Fräse.

Schritt 4: Zur Sicherheit habe ich den zugesägten Rahmen fliegend in den Bus gelegt, damit ich sehe, ob es so mit dem Multiflexboard passt. Dass ich auch an der hinteren Latte die Aussparungen habe, obwohl da gar keine Schienen mehr sind, hat den Grund, dass ich den Auszug ggf. auch weiter in den Bus schieben können will.

Schritt 5: Die Auszüge auf Aluwinkel nieten – das hab ich vor zwei Jahren schon gemacht – und mit dem Grundrahmen verschrauben. Den Rahmen selbst habe ich mit Winkeln zusammengeschraubt und oben mit Reststücken Aluprofil verstärkt. Auf die Innenseite der Auszüge werden nun die Seitenwände der Schublade geschraubt.

Schritt 6: Die T-Schrauben / Zurrösen in den Aussparungen platzieren. Dabei wird klar, dass das Brett verstärkt werden muss – vermutlich bricht es sonst.

Schritt 7: Rahmen für Schublade fertigen. Ich denke, auf den Bildern sieht man ganz gut, wie ich das gemacht hab. Die Front soll die Schienen seitlich überdecken und mit dem unteren Rahmen sauber abschließen. Die Grundplatte der Schublade liegt auf Leisten auf und wird dort verschraubt. Das kostet zwar wieder Höhe, war mir aber egal, solange die Kühlbox noch unter das Multiflexboard passt.

Schritt 8: Grundplatte der Schublade einsetzen und verschrauben.

Schritt 9: Jetzt kommen wir wieder zu auf später verschobenen Problem der Fixierung der Schublade mit eingeschobenen Zustand. Sie hält war recht gut, allerdings ist sie unbeladen und liegt auf dem Gartentisch. Später zerren 140-Diesel-PS gnadenlos an einer vollgeladenen Schublade ;)

Also wieder in den Keller und verschiedene Einschraub- und Einschlaghülsen nebst Gewindestangen und Schrauben gefunden. Entschieden habe ich mich dann für solche hier und statt Gewindestangen zwei Schrauben, die ich mittels je zweier Muttern in der Länge angepasst habe. Leider habe ich vergessen, ein Bild von unten zu machen. Die Einschlagmutter steckt von unten im Rahmenbrett und in der Schublade befindet sich in den vorderen Ecken je ein Loch, durch das die Schraube gesteckt und bei Bedarf auch festgeschraubt werden kann. Das hält gut und kann leicht mit den Fingern auf- und zugeschraubt werden. Eventuell kommen bei der nächsten  Version dann solche Sterngriffe zum Einsatz!

Schritt 1o: Ab in den Bus damit. Die T-Schrauben habe ich jetzt vorerst mit einem Reststück Messingprofil verstärkt, in das ich ein entsprechendes Loch gebohrt habe. Endgültig wird es ein Aluprofil in Form eines rechteckigen Rohres werden, das ich auf das Brett schraube. Das sollte halten. Noch eine Antirutschmatte auf die Platte und fertig für heute.

Zwei von vier zu überarbeitenden Punkten erledigt, offen ist für Version 3 dann (man braucht ja noch Ziele im Leben):

[…] Durch die Höhe wird zuviel Platz verschenkt. […]

[…] Die Fixierung durch nur zwei Befestigungen am hinteren Brett reicht aus, allerdings wird die ganze Konstruktion in beladenem Zustand zu labil […]


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