Ikea Kura Hochbett erweitern: Aus zwei mach eins plus Regal

Wir hatten ja vor ein paar Jahren mal unser Hochbett von Ikea, das “Kura“, in der Form verändert, dass wir es höher gelegt und mit einer Terrasse erweiterten.

Ikea-Hack: Spielburg aus dem Hochbett Kura bauen

Nach Umzug hatten sich aber die Dimensionen im Kinderzimmer verändert und auch die geänderte Anzahl an Kindern machte es nötig, wieder umzubauen und zusätzlich sogar ein zweites Kura aufzustellen, welches sich in den Kleinanzeigen für wenig Geld fand.

Ein Bild davon habe ich (vermutlich) nicht. Und selbst, wenn ich eines hätte, würde ich es hier nicht reinstellen, weil es nichts besonderes war. Wir hatten die zwei Kura-Betten lediglich nebeneinander an die Wand gestellt, wobei an dem damals umgebauten weiterhin die Trofast-Treppe und das selbstgebaute Podest angeschraubt blieben. Einfach zweckmäßig, damit drei Kinder schnell und einfach in einem Zimmer schlafen konnten und im Untergeschoss des umgebauten Kuras auch noch ein bisschen Spielfläche zusätzlich hatten.

Als nun ein zweites Kinderzimmer her musste und das zum Glück auch die Begebenheiten hergaben, konnte wieder gebastelt werden. Der Große zog ins neue Zimmer und bekam andere Möbel, das zweite Kura war nun auf einen Schlag unnötig und sollte als Teilespender für Umbaumaßnahmen dienen. Der Mittlere bestand nämlich auf ein Regal und die Kleine brauchte einen Rausfallschutz, um (unten) im höhergelegten Bett schlafen zu können (sie schlief vorher ganz unten und hatte die Angewohnheit, von da ganz gern mal herauszurollen. Aus 15cm Matratzenhöhe völlig unkritisch, aus rund 40cm Höhe auch noch nicht gefährlich, ziemlich sicher aber schmerzhafter). Die Seite zur Wand hin hatten wir schon vor einiger Zeit mit solchem günstigem Schaumstoff verkleidet (einfach mit kinderfreundlichem Stoff bezogen und von hinten an den Bettrahmen getackert) und nächtliche Einschläge hier waren zumindest deutlich gedämpfter :)

Rausfallschutz

Schritt 1 sollte also der Rausfallschutz sein und – da die Teile kura-übergreifend natürlich toll passen – wurde das Bett auf der Fußseite ebenfalls mit einer kleinen Absperrung ausgestattet.

Rausfallschutz noch nicht ideal

Stirnseite mit eingesetztem Brett

Der erste Versuch stellte sich als nicht optimal heraus, weil der vordere Rausfallschutz etwas wackelte. An der auf dem Bild linken oberen Ecke war er eben nicht befestigt und die Verschraubung unten und rechts gleichte dies nicht aus. Außerdem bot dieses Eck ein Verletzungsrisiko, was ich mittels Schaumstoff o.ä. verhindern hätte müssen. Es musste also direkt noch mal neu gesägt werden (was schade war, da ich mit der Aktion einen schönen langen Balken zersägen musste, den ich für das geplante Regal einsetzen wollte). Der zweite Versuch mit durchgehendem Balken, der oben und unten durch die jeweils anderen Balken verschraubt und damit sehr stabil ist, wurde deshalb besser. Noch eine Lichterkette rein (temporär auch noch einen Vorhang), die Kleine ist zufrieden! Auf zu Kind zwei.

Besser! Durchgehender Balken.

Mit Ikea-Lichterkette für die Kleine.

Schritt 2, das Regal

Das Regal war ursprünglich über das Eck gedacht, also dass es die Stirnseite des Bettes verlängert und dann an der Wand entlang ausläuft. Ich hatte mir aber als Ziel gesetzt, keine zusätzlichen Teile außer die des zweiten Kuras zu verbauen (sieht man mal von Schrauben ab), weshalb die vorhandenen Balken, Latten und Bretter nicht für eine einigemaßen hübsche Eckkonstruktion reichen würde.

Ich entschied mich deshalb für ein reines Wandregal, welches ich wegen der Stabilität mit dem Bett verbinden wollte. Das lange Seitenbrett von oben wurde die erste Regalebene, die kleinen Bretter der Stirnseite wurden drei weitere Regalböden. Der obere, deutlich längere Boden, sieht erst mal seltsam aus, bietet aber die Möglichkeit, das Regal ans Bett zu schrauben und trotz vollgestellten Regalböden immer noch fast alles Licht unten ins Bett zu lassen. Würde man den oberen Boden kürzen und das Regal direkt ans Bett schrauben (was ich durchaus ein paar Mal überlegt hatte), wäre ein gutes Viertel der offen Fläche unten bedeckt und würde es dort dunkler machen. Außerdem – und das war dann das Hauptargument: Wegsägen kann man immer noch, dazufügen wird schwieriger!

Das Ergebnis nach ein bisschen puzzlen, sägen und schrauben stellt mich (und die Kinder) durchaus zufrieden und ist recht stabil. Hochklettern haben wir vorsorglich mal verboten, würde aber im Zweifel wahrscheinlich auch gehen (wobei die Regalböden halt ikea-typisch dünne Spahnplatten sind und es keine Befestigung an der Wand gibt). Einzig die Verbindung zum Bett habe ich mit einer zusätzlichen Leiste verstärken müssen – die muss ich aktuell auch noch “schöner” sägen. Durch das damals selbstgebaute Podest passt die Höhe des Regals nicht so genau, dass ich direkt an die Balken des Bettes anschließen kann. Überlegung war, entweder solche Füße unter das Regal zu bauen, die es noch ca. 2-3 cm heben oder eben mit einer Leiste am Bett die Höhe auszugleichen – wofür ich mich dann auch entschieden habe (vor allem mangels Lust, die Matratze und Teile des Rostes rauszunehmen, um die Schrauben von innen anzustzen).

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