Fakten rund um den neuen Bus

So. Auf vielfachen Wunsch (ich glaub, es war genau einer), hier die technischen Daten meines neuen Busses. Es handelt sich um einen 16 1/2 jährigen Typ2 T3 der Sonderauflage „Hannover Edition“ – die direkt vor den LLEs (Limited Last Edition) in – wer errät’s? – Hannover gebaut wurden. Er trägt den Zusatztitel „Bluestar“, das originale Blau ist aber durch ein helleres abgedeckt – ich hoffe doch, dass sich unter der hellen Farbe auch nur blau befindet und nichts in Richtung rostbraun geht.

Angetrieben wird das schicke Gefährt von einem 2,1l Wasserboxer, der seine Karosse – wenn man den 50PS-Diesel gewohnt ist – sehr rasant und mit boxertypischen Sound vorwärts schiebt. Gelaufen hat das gute Stück gerade mal 190tkm – muss nichts heissen, in Australien lacht man darüber, in der Schweiz sollte man die Finger von lassen. Problem ist bei den T3, dass alle mindestens 14-15 Jahre alt sind und gerne für Reisen benutzt wurden/werden. Es ist also relativ schwer, einen bezahlbaren Bus unter 100.000 km zu bekommen (wohlgemerkt mit Originalmaschine und sieht man mal von den Bundeswehrgefährten ab).

Spitze läuft er laut Papieren 138 km/h – gefahren bin ich bisher nur mal schnell so 130 über ne kurze Strecke. Richtig Fahrspaß hat man bei 110 – 120. Dann läuft er traumhaft leise und ruhig. Der Bus hat ein Sportfahrwerk drin, das ihm neben super Handling auch noch ne schöne Keiloptik verpasst (wobei ich ja eigentlich Syncro-Fan bin… und der dürfte 10cm höher liegen).

Sehr vorteilhaft ist das eingebaute und -getragene Kaltlaufventil (richtig?), was ihm Schadstoffklasse D4 verpasst – schlappe 148 Euro Steuer im Jahr (ca. so teuer wie mein Escort und um einiges billiger als der Dieselbus). Das hier gesparte Geld läuft direkt in den Tank; klar Wasserboxer (WBX) sind Suffköppe, allerdings muss ich sagen, dass er sich dafür noch human verhält: 1. Tank = 12,6 Liter, 2. Tank = 11,2 Liter – damit bin ich zufrieden und der Verkäufer hat auch nicht gelogen.

Gelogen hat dieser auch nicht, was die defekte Lambdasonde angeht. Die war tatsächlich kaputt und die neu bei Ebay SOFORTgekaufte kam am Freitag an und wurde sofort eingebaut. Dummerweise ist das Problem, dass ich ab und zu Leistungseinbrüche hab, noch immer da. Sehr seltsam. Ich hab jetzt schon wieder deutliche Erinnerungen an meinen ersten VW, einen 84er Polo, bei dem es jeden Morgen ein neues Erlebnis war, in die Schule und später zum Zivildienst zu juckeln. Plötzlich ist die Angst wieder da: Was passiert, wenn ich den Motor abwürge und dann der Anlasser nicht mehr funktioniert – natürlich auf einer Riesenkreuzung mitten in der Stadt?! Ängste, die man garnicht mehr kennt, wenn man plötzlich ein Auto hat, das einfach fährt (ich werde doch nicht so ein „Hauptsach von A nach B komme“-Typ!).

Was ich demnächst machen will (bzw. machen LASSEN will und wahrscheinlich selber machen muss), sind die Kanten zu entrosten. Bekanntes Problem von den T3, dementsprechend viele Anleitungen gibt’s im Internet. Am liebsten wäre mir ja ein Lackierer, der das für ein paar Kröten macht… Zu den bisher gekauften Teilen Lambda-Sonde und Anlasser kamen noch zwei sog. Tüllen für das VW-Zeichen im Wert von 60 Cent und ein Spiegelglas rechts im Wert von 47 Euro dazu, das ich mir nur deshalb gekauft habe, weil das alte Glas am Rand braun ist… und ich ein Idiot bin, dem erst Zuhause wieder auffällt, dass das mal 100 Mark waren und es mein Leben nur minimalst verbessert.

Naja. Sei es drum. Im leider anhaltenden Kaufrausch musste ich dann auch gleich noch eine alte Anhängerkupplung kaufen, damit ich meine ganzen Anhänger rumfahren kann (gut, Anhänger muss ich halt auch noch erst ersteigern). Damit das auch bei Nebel klappt, fiel gestern der Onlinehammer bei zwei schicken, weil originalen, Nebelscheinwerfern. Alles Zeug, was man so braucht, wenn noch nicht mal der Motor richtig rund läuft… aber das wird! Wasser und Öl hat er die bisher gefahrenen 1000 km nicht verbraucht, dann wird’s schon kein Motorschaden sein.

Am letzten Wochenende stand die Dachschrankrestauration an, da dieser übelst beklebt war. Die Reinigung mit Fensterreiniger, Aufkleberentferner und schließlich Terpentin (mjam!) dauerte ca. 5 Stunden und ich bin selbst überrascht, dass ich nicht irgendwann losgezogen bin und mir einen neuen gekauft hab. Auf jeden Fall sieht der jetzt echt edel aus und bringt die JBL-Lautsprecher, die ich bei der Gelegenheit einbauen konnte, sowohl optisch als auch akkustisch gut zur Geltung.

Tischverschluss MultivanAls nächstes kommen jetzt Zündkabel, -kerzen und Ölwechsel (weiss net, wie lange der letzte her ist). Außerdem bin ich auf der verzweifelten Suche nach dem Verschluss des Multivan-Tisches. Das Ding hindert den Tisch normalerweise daran, in schnellen Kurven von der Wand wegzuklappen. Leider fehlt dieser Schnapper und ich finde ihn nirgends. Für alle, die’s wissen wollen: Die Teilenummer bei VW ist 255 070 306 A (für die Suchmaschinen: 255070306A) – das hilft aber reichlich wenig, da es ihn bei VW nimmer gibt. Falls irgendjemand eine Ahnung hat, mit was der Verschluss baugleich ist (vielleicht aus nem T4 oder so), bitte melden! Klar könnte ich da einfach Klebeband draufmachen aber wie sieht denn das aus?

So, jetzt geh ich mal wieder in die Garage und mess aus, wie groß eine Schaustoffunterlage sein muss. Direkt aus der Rückbank will ich im Urlaubsfalle nämlich nicht lange schlafen.

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5 Antworten

  1. stiggi sagt:

    Guten Tag!
    Glückwunsch zum Bus. Scheint ja ein echtes Prchtstück zu sein. Da ich mir mittlerweile selbst einen Bus gekauft habe, hat sich die Anfrage von Kollege Olaf J. bezüglich Ausleihen eines fahrbaren Untersatzes erledigt. Dennoch vieeeeeelen Dank für das Angebot.
    Grüße ausm Tambour 4.
    Stiggi

  2. Squalus sagt:

    >>Auf vielfachen Wunsch (ich glaub, es war genau einer), hier die technischen Daten meines neuen Busses.

    Sehr schön!!! Vielen Dank!

  1. 27. Februar 2019

    […] Ich hab mir den blöden Schnappverschluß (hier schon mal erwähnt) für meinen Tisch gekauft… für 20,50 Euro! Zwanzig Euro für ein Ding das selbst in […]

  2. 27. Februar 2019

    […] hatte mir bereits vor etwa einem Jahr aus lauter Kauflust heraus via Bucht eine Westfalia-Anhängerkupplung für meinen Bus gekauft (und seither nicht einmal benutzt…). Angebaut war sie auch relativ schnell, […]

  3. 27. Februar 2019

    […] Zu allererst hatte ich – direkt nach Kauf des Busses und Feststellen der Ruckler – die Lambdasonde getauscht. Darauf hatte mich der Vorbesitzer schon hingewiesen. Im Laufe eines Jahres habe ich so ziemlich […]

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