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Überschuss vom Balkonkraftwerk speichern

    Mal wieder ein Artikel zu LiTime-Komponenten, die ich zum Verproben bereitgestellt bekommen habe. Die Firma LiTime wandte sich an mich, ob ich mir das vorstellen könne, einen neuen 12V-LiFePO4-Akku in Verbindung mit einem 230V-Ladegerät und einem 1000W-Wechselrichter in einer realen Umgebung zu testen. Als Aufwandsentschädigung gibt es mit dem Code „vanclan“ in deren Shop dann 5% Rabatt.

    Die älteren unter euch erinnern sich vielleicht, dass das schon mal Mitte 2024 passiert ist und ich damals dann einen Akku an Stelle der zweiten Batterie unter den Fahrersitz des T5 eingebaut hatte.

    Lithium-Akku (LiFePO4) als Zweitbatterie im T5

    In der Praxis zeigte sich bei mir aber, dass ich im Alltag keinen Lithium-Akku als Zeitbatterie brauche, weil mir einfach die Verbraucher fehlen. Zudem hatte ich Schwierigkeiten, sie im Winter zu laden, weil das BMS den Ladefluss bei zu niedrigen Temperaturen stoppt, um die Zellen zu schützen. Irgendwie blöd, wenn die Standheizung über die Zweitbatterie laufen soll.

    Und jetzt kommen sie ums Eck mit der Frage, in welchem Szenario ich mir einen neuen Akku vorstellen könne. Da dieser wieder kleiner ist, als der erste, passt er wahrscheinlich „zu gut“ unter den Sitz, soll heißen, ich kann ihn da nicht richtig befestigen – das hatte ich schon bei der Teststellung von WattCycle erlebt:

    VW-Bus mit LiFePO4-Akku nachrüsten Episode 2 (WattCycle)

    Welche Szenarien fallen mir also ein?

    In Verbindung mit dem 20A-Ladegerät, welches allerdings nicht für ein Fahrzeug, sondern den 230V-Anschluss gedacht ist, habe ich im Moment nur eine Verwendung: Den vom Balkonkraftwerk erzeugten Strom zu speichern. Ehrlicherweise fährt man da mit einem Komplett-System wie beispielsweise dem von Marstek Preis/Leistungsmäßig besser, weil hier eben direkt die PV-Module eingesteckt werden und am anderen Ende der Wechselrichter einspeisen darf.

    Allerdings fällt mir spontan eben nur dieser Einsatz ein und da werde ich eben mal versuchen, die Effizienz zu berechnen oder zu messen. Der Plan sieht so aus, dass ich die Steuerung meinem Mac Mini M4 überlasse, der eh das komplette Haus steuert (hört sich jetzt nach mehr an, als es wirklich ist) bzw. der sich aktuell schon darum kümmert, die Verbräuche darzustellen – das geschieht über verschiedene Einzelsteckdosen mit Mess-Funktion und über zwei Tasmota-Leseköpfe, die an je einem Zähler für das Haus und die Wärmepumpe hängen.

    Die Steuerung soll so aussehen, dass das LiTime-Ladegerät über eine Zigbee-Steckdose angesteuert wird, immer dann, wenn der Solarüberschuss >=300 Watt beträgt. In dem Moment (in der Praxis werde ich dann vermutlich noch 30 Sekunden warten, bis die Steckdose geschaltet wird) soll die Steckdose das Ladegerät mit Strom versorgen. Warum 300 Watt? Das Ladegerät liefert 20 Ampere und Tests haben gezeigt, dass dabei eben um die 300 Watt gezogen werden. Ich glaube, die Rechnung ging…

    Watt = Volt * Ampere

    Hier also 14,6V mal 20A = 292W.

    Fällt der Überschuss für einige Zeit unter 0 Watt, beginnt das Haus also wieder Strom aus dem Netz zu ziehen, soll die Steckdose den Ladevorgang beenden. Der passende YAML-Code dafür ist einfach, muss aber später in der Praxis bestimmt noch angepasst werden und ist hier auch verkürzt.

    alias: Überschuss > 300W
    triggers:
    - trigger: numeric_state
    entity_id:
    - sensor.haus_power
    below: -300
    for:
    seconds: 30
    actions:
    - action: switch.turn_on
    target:
    entity_id: switch.steckdose_litime_akku

    An den Akku wird zusätzlich der Wechselrichter angeschlossen, damit 230V-Gerät den im Akku gespeicherten Strom wieder nutzen können. Und da kommen wir zur Effektivität: Wenn ich den Solarstrom von draußen erst über den Wechselrichter auf 230V hochwandle, dann die 230V im Lader wieder auf 14,6V zurück, damit dann den Akku lade, anschließend von dort wieder auf 230V wandle, dann dürfte da einiges auf der Strecke bleiben. Betrachtet es also nur als Versuch und außerdem muss man im Hinterkopf behalten, dass der Solarstrom sonst eh verschenkt worden wäre.

    An den Wechselrichter kommt dann… ja was eigentlich? Das HomeOffice-Equipment? Ein Fernseher, die Kühlbox? Richtig sinnvoll kann ja nur ein Gerät sein, das eher dann läuft, wenn die Sonne nicht scheint. Mal schauen.

    Ok, so viel also dazu. Viel mehr kann ich noch nicht sagen und wer hier öfter mal liest weiß auch, dass ich immer recht skeptisch bin, vor allem wenn mir jemand kostenfrei etwas verspricht. Ich werde also versuchen, mich nicht beeinflussen zu lassen und meine ehrliche Meinung kundzutun.

    Derweil verbleibe ich mal mit Hinweis auf mein Kurzvideo, das euch aber vermutlich keinen argen Mehrwert bringt… aber das dürftet ihr ja gewohnt sein ;)

    Ein (mittel-)kurzer Hinweis, den ich künftig in die meisten Berichte einbaue: Die Berichte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Ich schreibe bewusst „Berichte“ und nicht „Anleitungen“, man darf wohl mittlerweile nicht mehr den Eindruck erwecken, man würde hier einen Leser anleiten.. eigentlich selbstverständlich, dass ihr selbst nachdenkt, aber man muss das jetzt eben extra erwähnen. Ich würde es auch als selbstverständlich erachten, dass man keine Katze in der Mikrowelle trocknet und trotzdem wird es Gerüchten zufolge in Bedienungsanleitungen erwähnt. Bitte beachtet, dass ich kein Fachmann bin und daher keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen übernehmen kann. Reparaturen an eurem Fahrzeug führt ihr auf eigene Gefahr durch. Denkt daran, dass euer Fahrzeug vielleicht auch von anderen Personen genutzt wird, die möglicherweise nichts von eventuellen Veränderungen oder Reparaturen wissen. Im Zweifelsfall empfehle ich dringend, einen Fachmann zu konsultieren oder eine qualifizierte Werkstatt aufzusuchen. Eure Sicherheit und die Sicherheit aller Nutzer des Fahrzeugs stehen an erster Stelle.

    Und dann noch ein Hinweis: Ich verwende in den Beiträgen häufig Links mit Produktempfehlungen zu eben den Produkten, die ich hier verwende. In 99% der Fälle habe ich verwendete Teile und Werkzeug selbst gekauft und mit eigenem schwer erarbeiteten und versteuertem Geld bezahlt. Ganz selten kommt es vor, dass ich Produkte gestellt bekomme, dann erwähne ich das aber deutlich. Recht häufig kommt es aber vor, dass ich Affiliate-Links zu Amazon und Ebay (selten auch andere Partner) verwende. Wer nicht ganz neu im Internet ist weiß, dass ich dadurch bei eine kleine Provision bekomme und ihr aber nicht mehr dafür bezahlt, als sonst.

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