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H7-LED im VW T5 (T5.2) nachrüsten mit Philips Ultinon Pro6000

    Ganz kurz zuckte ich zusammen, als ich zu lesen meinte, dass Philips nun eine Freigabe für ihre LED-Lampen in H7 für den T5.2 veröffentlicht hat. Aufgrund einer Aktion sollten zwei der edlen Leuchtmittel um die 80 Euro kosten und damit rund 30 Euro weniger, als zuvor. Update: Aktuell liegen die Preise sowohl hier bei Amazon, als auch bei eBay bei rund 90 Euro. Wie es so ist, wenn einen der Schnäppchenfuchs beißt, also erst mal blind bestellt.

    Leider sollte sich die Freigabe nach genauerem Studieren (natürlich erst NACH dem Einbau, warum sollte man das auch vorher machen?) auf die Standlichtvariante in W5W-Formfaktor beziehen. Außerdem existiert sie für den T5 mit H4-Funzeln, nicht aber für H7. Da sich das ständig ändert, hier mal der Link auf die Philips-Webseite: https://www.philips.de/c-e/au/autolampen/scheinwerfer/led-compatibility-list.html

    Philips Ultinon Pro 6000

    Philips Ultinon Pro 6000

    Philips Ultinon Pro 6000

    Ein, zwei Tage später kamen die LEDs bei mir an und es konnte ans „Einbauen“ gehen. Einbauen in Anführungszeichen deshalb, weil ich irgendwie gedacht hatte, man müsse die halt einfach anstecken und fertig.

    Was ich vergessen hatte (wirklich vergessen, ich wusste das natürlich durch diverse Tausche vorher): Der T5.2 mit H7-Lampen hat diese Bajonett-Verschlüsse und die normale H7-Birne wird zuerst in den gesteckt. Da jetzt aber die LED-Variante keine eigentlichen Steckanschlüsse hat, sondern über Kabel an die Stecker geht, funktioniert das natürlich nicht. Es würde auch schon alleine durch die Größe gar nicht klappen.

    Bajonett-Sockel für H7-Leuchtmittel im T5.2

    Bajonett-Sockel für H7-Leuchtmittel

    Ein Blick ins Innere des Scheinwerfers machte deutlich, dass man das ohne weiteres auch nichts basteln konnte. Evtl. könnte man das Innenleben mit dem eines anderen Scheinwerfers tauschen und könnte so den normalen Bügelverschluss bekommen, aber soweit wollt ich dann doch nicht gehen. Auf dem Bild sieht man am rechten Rand die zwei Kontakte, über die die Verbindung hergestellt wird. Diesen ganze Ring könnte man mit dünnen Finger vielleicht rausschrauben, aber das lassen wir lieber.

    Frontscheinwerfer H7 vom T5.2 von hinten / innen

    Frontscheinwerfer von hinten

    Also kurze (lange) Recherche, welcher Adapter hier passt. Jetzt wurde mir schlagartig bewusst, dass es eben keine Freigabe gibt, da man auch auf der Philips-Webseite keinen eindeutigen Adapter findet. Die Hinweise verdichteten sich aber in Richtung dieses Adapters und er wurde bestellt.

    Wieder ein oder zwei Tage Pause also. Dann kamen die zwei Ringe, die preislich mit etwa 10 zusätzlichen Euro zu Buche schlagen.

    Um die Adapter anbringen zu können, muss man zuerst die grauen Ringe/Scheiben entfernen und dann die Adapter drauf stecken und durch eine kleine Drehung einrasten.

    Zurück zum Bus und rein mit den Dingern. Das klappt problemlos und ein direkter Vergleich der zwei Leuchtmittel zeigt, wie viel „weißer“ die LEDs sind.

    Dann beim weiteren Einbau die Ernüchterung. Der Kontakt passt nicht 100%ig und wenn man gegen die Scheinwerfer schlägt, fallen die Lampen kurzzeitig aus. Das geht natürlich gar nicht, weil zwar in der Regel niemand gegen die Lampen schlagen sollte, man aber wohl schon öfter mal über Schlaglöcher fährt, was den selben Effekt haben dürfte.

    Also zurückgebaut und weiter recherchiert. Es gibt von Osram Adapter, die genau für den T5 passen sollen. Als Warehouse-Deal bei Amazon für 5 Euro bestellt – das bin ich jetzt auch noch bereit, auszugeben. Überraschung, passt zwar toll in den Bus und rastet satt ein, geht aber natürlich nur für die Osram Nightbreaker H7 LED. Der Durchmesser ist ein ganz bisschen kleiner. Ich überlege kurz, die Adapter aufzubohren, sehe aber dann davon ab.

    Bei all dem Basteln fällt mir aber irgendwann auf, dass die Kontakte der Philips-Adapter etwas kleiner und flacher sind, als die originalen und ich entscheide mich dazu, diese etwas zu erhöhen.

    Das mache ich, in dem ich je einen kleinen Lötpunkt auf die Kontakte löte. Und, oh Wunder, es klappt!

    Sicherlich kann man sich jetzt darüber streiten, ob die verschiedenen Lichtfarben an der Front störend sind. Ich finde es zum einen nicht hässlich und zum anderen sind Fern-, Abblend- und Nebel-Licht eh seltenst miteinander an.

    Die Lichtausbeute ist – das kann ich nach einer Probefahrt sagen – traumhaft. Es wird niemand geblendet, man sieht genau, wie der Lichtkegel verläuft, Schilder sind deutlich früher zu erkennen.

    Ich muss natürlich dazu sagen, dass es trotzdem keine Zulassung gibt (aktuell), das bedeutet, ich habe selbstverständlich die Probefahrt auf meinem (riesigen!) Privatgelände durchgeführt und alles diente nur Testzwecken! Zur Nachahmung nicht empfohlen. Gute Fahrt allzeit! :)

    P.S. Für unseren Caddy mit H4-Scheinwerfern gibt es die Freigabe und nachdem ich die Lichtausbeute nun erleben durfte, wird der als nächstes umgerüstet.

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