Der ideale Grill für den mobilen Einsatz in VW-Bus und Wohnwagen

Was ein Quatsch, der ideale Grill… ist natürlich eine reißerische Überschrift, eigentlich müsste es heißen, der FÜR MICH persönlich ideale Grill.

Hintergrundgeschichte: Wir waren letztes Jahr zu fünft mit Bus und Wohnwagen am Lago Maggiore – ohne Grill, aus Platzmangel. Ich dachte, das wird mich nicht groß stören, da ich eh nicht der typische Griller bin und es mir eigentlich auch egal ist, ob mein Grillgut nun im 1000€-Weber langsam gart oder mit der Grillfunktion des heimischen Backofen knusprig gegrillt wird. Tatsächlich hat es mich dann aber doch gewaltig gestört, dass es auf dem Campingplatz zu jeder Tages- und Nachzeit nach Grillgut roch, während wir auf unseren Herdplatten Nudeln und Reis kochten. Als dann noch genügend Langeweile mitspielte, machte ich mich noch am Urlaubsort an die Recherche und landete recht schnell bei einem Favoriten.

Meine Überlegungen; der Grill sollte folgende Eigenschaften besitzen:

  • Er soll klein sein. Klein genug, um ihn in einer Dachbox, einer Box auf der Anhängerkupplung, im Kofferraum oder auch im Wohnwagen unter der Bett verstauen zu können.
  • Er soll groß genug sein, dass man nicht in Etappen grillen muss. Bei einer fünfköpfigen Familie wird das zwar nicht mehr lange dauern, im Moment reicht die ausgesuchte Grillfläche aber noch für einen gleichzeitigen, kompletten ersten Gang für alle.
  • Er soll auf Gas laufen. Ich kann Kohlegrills nicht sonderlich leiden und ich will sie unter keinen Umständen im Auto haben. Jeder, der sich mit Camping und autark stehen beschäftigt, hat vermutlich schon mal die Horrorstories gelesen von Menschen, die nach einem Grillabend nicht mehr aufgewacht sind, weil sie den Grill mit ins Auto genommen haben und der noch nicht 100% aus war. Ich habe zwar CO-Melder im Bus und Wohnwagen – trotzdem. Außerdem bin ich tendenziell ungeduldig, was Essen angeht. Ich habe keine Lust, gemütlich und langsam zu grillen und bin nicht der Typ, der in Andacht vor dem Anzündkamin warten will. Wenn ich satt bin, ist ein Lagerfeuer für mich ok, vorher nicht!
  • Der Gasanschluss sollte sowohl mit dem Außenanschluss des Wohnwagens funktioneren (also an der normalen 5 oder 11kg Flasche), als auch mit Kartuschen, wenn man nur mit dem Bus unterwegs ist.
  • Im Idealfall sollte man nicht nur grillen können, sondern er soll auch den Gaskocher ersetzen.
  • Die Qualität sollte stimmen. Ich habe wenig Lust, einen Billigscheiss zu kaufen, um ihn dann ein Jahr später wieder ersetzen zu dürfen. Außerdem spasst man mit Gas nicht.
  • Er soll genauso gut Zuhause funktionieren. Ich hatte zu dem Zeitpunkt zwar noch einen großen Gasgrill für den Garten, der nervte mich jedoch schon lange wegen seiner Größe. Dieser sollte ersetzt werden – was auch gelang.
  • Er sollte ins Budget passen – max. 200€ war meine Vorstellung.

Ich hatte recht schnell ein paar wenige Grills von Enders und Weber in der engeren Auswahl und fast genauso schnell war die Entscheidung dann für den Hersteller Enders getroffen. Angeschaut hatte ich den Enders Explorer, den Enders Urban und Enders Urban pro. Mit allen dreien kann man problemlos die Kocherfunktion ersetzen. Und auch alle anderen oben erwähnten Punkte sind erfüllt – die Q-Serie von Weber und konkret der Q1000 ist zwar auch einen Blick (oder auch mehr) wert, hier liegen wir im Vergleich zum Enders aber preislich höher, er ist größer und er müsste zuerst auf den „normalen! Gasanschluss umgerüstet werden). Ich will Weber nicht schlecht reden – das ist eine Topmarke und ich hatte selbst schon tolle Kugelgrills von Weber – meine Anforderung an Preis/Leistung/Mobilität erfüllen die Geräte im Moment aber nicht. Letztendlich sollte es der Enders Urban (ohne Pro) werden. Die Unterschiede zum Explorer bestehen darin, dass die Urbans (beide) zwei Gussroste haben (der Explorer einen aus Stahl) und der Unterschied zum Pro-Modell besteht an einem dort geänderten Deckel, der die Hitze wohl besser halten soll. Durch den Deckel ist er aber wieder etwas höher und da die Größe bei mir eine Rolle spielte, wollte ich den kleineren ausprobieren.

Als ich daheim ankam, war der Grill bereits geliefert und wartete auf den Zusammenbau. Dieser geht schnell von der Hand, nur Griffe, Füße und Schlauch mit Druckminderer anschrauben und fertig, Gasflasche ran, kann losgehen. Ich hatte wohl etwas Pech und einer der zwei Brenner hatte keinen Gasdurchsatz, d.h. schlicht, er brannte einfach nicht. Ärgerlich zwar, aber der Umtausch bei Amazon ist ja bekanntlich kein Thema, weshalb es zwei Tage später mit neuem Grill noch mal losgehen konnte.

Der Grill wird schnell heiß, hält nicht nur die Hitze gut, sondern auch sonst alles, was er verspricht. Und: Er passt tatsächlich in eine Eurobox – darauf hatte ich nicht geachtet, finde das aber großartig, weil man ihn dann perfekt im Bus verstauen kann. Einzig die Fähigkeit, an einer Gaskartusche zu funktionieren, muss ich ihm noch nachrüsten. Da gibt es ein Nachrüst-Set inkl. Kartuschenhalter und Druckminderer, womit er das dann kann.

 

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