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Mobiles Internet im Auto, Camper und Ferienhaus – am Beispiel Schweden

    Vor unserem Urlaub in Schweden hatte ich mir dieses Mal Gedanken gemacht, wie wir unser Internet unterwegs sicherstellen. Beim letzten Urlaub hatte ich es es geschafft, durch zu naives Nutzen meiner 7 GB Volumen (was für mich eigentlich im Normalfall nicht zu verbrauchen ist) auf der Heimfahrt die Offlinefunktion von GoogleMaps verwenden zu müssen, weil eben kein Datenvolumen mehr übrig war. Ein paar Mal Nachrichten geschaut, statt gelesen, ein paar Mal zu oft ein Youtube-Video angesehen und dann noch unterwegs die iPhones und das Macbook upgedated (klar, Sicherheitsupdates immer zeitnah einspielen…).

    Dieses Mal also ein bisschen Vorbereitung. Dank EU-Roaming ist ein Suchen vor Ort zumindest am Beispiel Schweden Geschichte. Eine Recherche zeigte, dass es auch nicht mehr ohne weiteres möglich ist, als Tourist einen Datentarif in Schweden zu bekommen. Früher ging das stressfrei und günstig im Supermarkt, aktuell nach meinem Kenntnisstand nicht mehr. Aber, ist ja eh hinfällig, wenn der eigene Tarif ohne Mehrkosten funktioniert. Ein Ändern meines aktuellen Tarifes in Form von mehr Datenvolumen macht für mich aber keinen Sinn, da ich – wie gerade erwähnt – dann in 10 von 12 Monaten im Jahr zu viel zahlen würde, weil ich das Volumen schlicht nicht brauche. Also mit dem Hintergedanken, nur während des Urlaubs die Mehrkosten zu zahlen, auf dem Prepaid-Markt umgeschaut und da sehr schnell bei Congstar gelandet. Hier habe ich im Eifer des Gefechts direkt diesen Prepaid-Datentarif bestellt. Dann nach Bestellbestätigung herausgefunden, dass die Prepaid-Tarife inkl. Telefonie teilweise günstiger sind und mehr Datenvolumen enthalten, als der reine Datentarif. Ich habe dann per Support-Chat auf einen „Prepaid wie ich will“-Tarif inkl. 5 GB Volumen gewechselt, da es hier in einer Aktion noch mal 5 GB oben drauf gab – 10 GB extra sollten wohl langen.

    Nach dem Erhalt der SIM-Karte dann die Ernüchterung. Mein vor Jahren gekaufter mobiler Router funktionierte nur noch auf EDGE-Geschwindigkeit… Stimmt ja, 3G wurde ja abgeschaltet und LTE kann das alte Ding natürlich nicht. Also gut, dann noch einen neuen mobilen LTE-Router kaufen. Ich entschied mich für diesen hier von TP-Link, da mir die Funktionen locker reichten. Er kann „nur“ 10 Geräte gleichzeitig mit WLAN versorgen und der kleine Akku reicht „nur“ für 8 Stunden. Beides völlig egal – unterwegs haben wir aktuell zwei iPhones, ein Macbook und ein iPad. Außerdem haben wir immer Strom, um den Akku voll zu halten – entweder im Bus mit Zigarettenanzünder oder in Ferienhäusern aus der Steckdose. Wenn alle Stricke reißen sind auch noch zwei Powerbanks dabei.

    Das Setup im ersten Ferienhaus in Schweden sah dann so aus:

    Mit einem USB-C-Lader wird hier die Powerbank geladen, an der wiederum ständig der LTE-Router hängt und je nach Bedarf die Handies, Kamera, sonstiges mit USB-Anschluss.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es wunderbar funktioniert hat und wir immer Internet hatten. Zugegebenermaßen waren wir in Südschweden unterwegs – wie es weiter im Norden aussieht, kann ich nicht sagen.

    Ein Hinweis noch bzw. ein weiterer Vorteil: Im zweiten Ferienhaus hatten wir WLAN inklusive. Wir nutzen aber dennoch ab und zu „unser“ Netz, da zum Beispiel die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender prüfen, woher der Aufruf kommt und dann verschiedene Inhalte sperren. So war der Aufruf der pädagogisch wertvollen ;-) und geliebten Serie der Tochter, „Mia and me“ in der ZDF-Mediathek aus rechtlichen Gründen nicht über das schwedische Netz möglich, wohl aber via Congstar.

    Ach so, noch kurz zu den Kosten. Der Router lag zum Kaufzeitpunkt bei rund 70 Euro, eine Powerbank war eh vorhanden und wäre nicht zwingend nötig. Wer da eine möchte, kann mit ca. 30 Euro für ein Markengerät starten. Es macht Sinn, sich einen Satz Adapterkabel ins Gepäck zu legen. Ich habe da gute Erfahrung mit dem sehr klein verpackten Set von Vonmählen, das aktuell bei 25 Euro liegt und tlw. auf dem Bild auch zu sehen ist. Es geht aber auch günstiger oder man nimmt sich einfach die Gerätekabel mit und fertig. Zusätzlich noch ein starker USB-Lader, wenn man daran auch noch gleich ein Macbook oder ähnliches aufladen möchte. Den gibt es als Variante für den Zigarettenanzünder oder als Gerät für die Steckdose. Einen Adapter für die Steckdose braucht man in Schweden übrigens nicht. Als letzter Kostenpunkt kommt der Tarif von Congstar hinzu. Dieser liegt mit 9,99 Euro pro 4 Wochen durchaus im Rahmen. Nach dem Urlaub kann der Tarif per Tipp in der App auf inaktiv gestellt werden, d.h. es werden keine Kosten mehr generiert. Wenn ich es richtig gelesen habe, würde diese Inaktiv-Setzung 15 Monate gelten, bis der Vertrag dann gekündigt wird. Der Plan ist nun – wenn es so klappt – zum nächsten Urlaub wieder aufzuladen und das Ding zu reaktivieren. Ich bin gespannt.

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