Apple MacBook – das Zubehör

Mittlerweile hatte ich die prima Idee, mein MacBook an den vorhandenen TFT anzuschließen – 13,3″ sind eben doch ein wenig unübersichtlich. Arbeiten ist damit nur eingeschränkt möglich, ganz anders surfen und Mails tippen. Dafür reicht das Display locker. Gerade beim Surfen fällt deutlich die Philosophie von MacOS (oder Apple?) auf.

Am Anfang verunsichert es etwas, dass ein (gewohnter) Doppelklick auf die Titelleiste das entsprechende Fenster in die Taskleiste “saugt” und nicht – wie erwartet – auf Vollbild vergrößert. Das “echte” Vollbild wird auch nicht bei Klick auf das passende Symbol erreicht. Safari (der Standardbrowser von MacOS) vergrößert das Fenster nur so weit, wie es seiner Meinung nach Sinn macht – eine Seite mit 500 Pixel Breite wird also nie den ganzen Desktop einnehmen (es sei denn, man zieht das Fenster händisch zurecht). Ein anderes Thema, fällt mir aber einigermaßen passend dazu ein: Wenn man sich angewöhnt hat, ein Icon per Pfeiltaste o.ä. zu markieren und anschließend per beherztem Druck auf die Entertaste das verknüpfte Programm auszuführen oder Dokument zu öffnen versucht, geschieht dies nicht, sondern man bekommt die Möglichkeit, das Icon umzubenennen (identisch zur Windowstaste F2).

Zurück zum Thema. Ich wollte also mein TFT anschließen. Gut, der Anschluss am Notebook hat nur mit sehr viel Phantasie Ähnlichkeit mit einem DVI- oder VGA-Ausgang (sieht man mal davon ab, dass er eckig ist). Nach Blick ins Handbuch: Der Anschluss nennt sich Mini-DVI. So, wo war noch mal der Adapter dafür? Das kräftige Schütteln der Originalverpackung brachte wenig – zwei apfelförmige Aufkleber fielen auf den Teppichboden (ich nehm mal an, die werden mitgeliefert, damit man mit selbigen sein Auto für potentielle Straftäter als aufbrechenswert markieren kann). Bei genauerem Blick ins Handbuch entdecke ich dann das Wörtchen “optional” neben dem Adapter. In Apples Onlineshop wird schnell deutlich, dass man hier horrende Preise bezahlen muss. Ein kurzes Rüberblinzeln (das insgesamt über eine Woche gedauert hat) in Richtung Onlineauktionshaus trübt die sonst gelassene Stimmung weiter – auf diese Idee scheinen wohl schon ein paar andere MacBook-Besitzer gekommen zu sein…

MiniDVI am MacBook

Nach weiterer Recherche, ob es vielleicht einen Drittanbieter der Marke NoName oder eine Fehlpressung abweichend vom Applewhite, vielleicht in frechem Braun gäbe und der Erkenntnis, dass dies nicht der Fall ist, finde ich mich erneut im Applestore wieder. Für satte 19€ zzgl. Versand lege ich den etwa 12×4 cm großen Adapter (MiniDVI auf DVI) in den Warenkorb. Was wohl ein Stück Gold dieser Größe kostet?

Der Adapter alleine wäre nicht das Problem. Um den Versand zu sparen (ab 100€ Bestellwert) verfalle ich aber wieder in den üblichen Kaufrausch und klicke noch auf eine Tasche, eine “Mightymouse” und eine passende Tastatur… viel zu viel Geld für reine Designgeschichten… die alte Tasche wäre vielleicht ein paar Zentimeter zu groß und die alte Maus und Tastatur ein paar Zentimeter zu hässlich, funktionieren würde das aber einwandfrei.

Drei Tage später liegt alles vor mir und wird zügig angeschlossen und installiert. Falls es jemand interessiert: Der Laser der Mightymouse ist nicht sichtbar! Klingt wahrscheinlich dämlich für jemanden, der das schon wusste – mir war das aber nicht klar. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Laser rot ist (wie auch bei den normalen, optischen Mäusen). Der Adapter funktioniert, auch wenn der Preis für ein bisschen Draht noch immer schmerzt. Jetzt sollte eigentlich angenehmes arbeiten möglich sein.

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2 Gedanken zu „Apple MacBook – das Zubehör“

  1. MorGÄHN!

    Da erkenne ich doch ziemliche Analogien zu meinem “Creative Zen Vision:M”, den ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt habe. Dazu kam dann im Nachhinein noch eine Ledertasche für nicht nachvollziehbare € 30,– und ein TV-Adapterkabel für € 18,– (Saturn TÜ will sogar 30,– dafür). Was für Originalzubehör verlangt wird, ist oftmals nur noch unverschämt (z.B. Nokia-USB-Kabel für € 49,–). Naja, solange es Idioten wie uns gibt, die das Zeug auch zu den Preisen kaufen, wird sich daran auch nichts ändern. ;-)

    Gruß
    Squalus

  2. Absolut – einmal eine gewisse Preisgrenze überschritten, kommt es nicht auf “ein paar” Euro mehr oder weniger an…

    P.S.: bei “Analogien” hast du ein “r” vergessen, an welcher Stelle sag ich aber nicht – hahaaa, ich lach´ mich tot! ;-)

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