714 Dinge – And Still Counting

Mittlerweile ist es ziemlich genau einen Monat her, seit ich mit dem Vorhaben begonnen habe, den materiellen Besitz einzudampfen und damit alles viel einfacher zu machen – mehr Platz, mehr Luft, mehr Freiraum für Neues. Wenn ich ehrlich bin, hat sich in der ganzen Zeit nicht viel getan. Weder mehr Platz, noch mehr Luft, noch sonst irgendetwas. Obwohl doch, es hat sich etwas getan. Zwischendrin war mal kurz das zweithöchste Fest der Christenheit, was dazu führte, dass der dämliche Besitz wieder aufgestockt wurde. Außerdem hat ein neuer Monat begonnen („Januar“ – hört sich seltsam an, scheint aber tatsächlich zu stimmen) und nicht nur das – sogar ein neues Jahr, meines Wissens benannt nach dem eher unbekannten Vorgänger des Roland-Emmerich-Blockbusters „2012“, der zwar erst nächstes Jahr spielt, aber schon 2009 raus kam (verwirrend, ich weiß.. mir geht’s da nicht anders).

Gut, ein bisschen mehr Platz gibt es schon. Die gute, aber fast nutzlose Couch, die unter großen Anstrengungen einen neuen Besitzer gefunden hat, ist zwar noch nicht weg, steht aber schon mal hochkant im Gang und nimmt so weniger Platz in Anspruch – darum mein Tipp für „Zwanzig-Elf“: Dinge hochkant stellen. Aus 4qm belegter Fläche machen wir so auf einfache Weise nur noch einen! Noch ein Tipp: Das nicht mit Autos machen, auch wenn’s auf der Hand liegt, erst mal logisch klingt und man so mehr Platz in der (5m hohen) Garage hat – der Tank läuft aus! Glaubt’s mir einfach.

Was zwar nur sehr wenig Platz brachte, aber dennoch nötig war: Ich habe recht viele alte CDs und DVDs rausgeworfen. Und Bücher verbrannt. Eines davon stimmt wirklich. Für die digital natives unter euch, die jetzt fragen: „CD, was soll denn das sein?!“ – die hatten wir früher, als es noch keine USB-Sticks gab. Und bevor jetzt irgendjemand aufschreit, weil er wertvolle Schätze vermutet, hier der Hinweis, dass wir von bespielsweise der c’t-Software-Collection 2007 oder einer Treiber-CD des Logitech WingMan aus den späten 90ern und nicht von Sammlerobjekten oder gar Musik reden! Zum Thema Musik ist mir nur eine frühe Kuschelrock-LP in die Hände gefallen, aber die hab‘ ich schön wieder an ihren Platz gebracht. Der ist, wie wir alle wissen, zwischen Störkraft und den Onkelz. Und trotz dass es nur altes Zeug war, bin ich mir sicher, dass mich morgen um 6:32 Uhr der erste Kollege auf der Arbeit anruft und sich erkundigt, ob ich ihm nicht noch das Update von Windows 95A auf B hätte, weil er wegen den Kinderkrankheiten zwar noch nicht komplett auf Win98 gehen will, jetzt doch aber unbedingt auf dieses FAT32 umsteigen möchte und dummerweise seine Disketten nicht mehr richtig gelesen werden können, seit er sie nach der Installation im Frühjahr 1996 gleich unter den Lautsprecher im Wohnzimmer gelegt hat (seitdem wackelt der nicht mehr – ha!). Das hat aber nichts mit dem Magneten im Lautsprecher zu tun, vor dem ich ihn damals gewarnt hatte, sondern vermutlich daran liegt, dass auch der letzte Magnet-Lesekopf in seinem Rechner vor 5 Jahren durch einen Laser ersetzt wurde und dieser auch bei genaustem Ableuchten der Diskette keine saubere Reflektion zurückbekommt. Da kann ich dann halt auch nichts mehr machen. Das hat er jetzt von Bluray, die CDs sind im Müll!

Etwas mehr Platz brachte die hier erwähnte Kaffeemaschine. Und neben Platz auch noch Geld, da ich sie nämlich wie angekündigt und geplant verkaufen konnte. Aus der Traum, vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für Vollautomaten – ich hätte aus der Liaison mit der Perfect Draft bzw. nach dem Verkauf dieser lernen sollen, dass die großen und teuren Automaten sich nicht rechnen.

Couch, CDs, Kaffeemaschine… Ich glaube, das war es tatsächlich schon. Pfandflaschen hab‘ ich noch zurückgebracht. Brachte auch Platz und Geld, aber von beidem nicht viel. Und den Blog umgezogen hab‘ ich (DAS Blog, verdammt… ich wollte mich doch daran gewöhnen, den korrekten Artikel zu benutzen), was aber weder Platz noch Geld brachte, sondern im Grunde nur dazu führte, dass verschiedene Links nicht mehr gehen und Bilder nicht mehr angezeigt werden.

Aber die Aktion geht weiter im neuen Jahr und irgendwann werde ich nur noch Massen an Geld und Platz haben. Bald. Sehr bald. Harhar.

Wenn ich zum Schluss noch mal ehrlich sein darf: Die „714“ im Titel ist frei erfunden. Ich hab‘ das nicht wirklich gezählt. Und wenn ich dann noch mal ehrlich bin: Ich könnte glaub‘ auch gar nicht so weit zählen… In jedem Fall sind es noch zu viel Sachen.

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