Günstiger Ausflugstipp für Familien: Wildpark Pforzheim

Als jemand, der den Wildpark in Pforzheim schon seit Kindesbeinen an kennt, ist er natürlich nichts Besonderes mehr. Trotzdem ist er immer noch (und seit wir Kinder haben auch immer wieder) einen Ausflug wert. Und wenn es nur deshalb ist, weil er viel zu bieten hat und dabei echt günstig ist – einen Eintritt bezahlt man nämlich nicht. Witziger Weise ist es völlig egal, wann wir dort auf den Parkplatz fahren, aber jedes Mal beschwert sich jemand darüber, dass die Parkgebühren so hoch seien. Wobei ich 3 Euro für 3 Stunden unter der Woche und 5 Euro am Wochenende und an Feiertagen jetzt ohnehin als nicht allzu hoch empfinde, muss man zusätzlich bedenken, dass sich fast nur über diese Gebühren und den Futterverkauf der Park finanziert. Wem 3 Stunden zu kurz erscheinen, der muss nicht zwei Mal zum Parkplatz laufen, sondern zahlt einfach 2x die Gebühr, was dann ein Tagesticket ergibt. Der Park hat jeden Tag (wirklich JEDEN Tag) von 7 bis 20 Uhr bzw. im Winter bis 19:00 Uhr geöffnet und Hunde dürfen angeleint mit rein (für uns jetzt nicht unbedingt wichtig, für die Hundebesitzer unter den Lesern aber sicherlich interessant).

Der Tierpark ist schon ein bisschen mit einem Streichelzoo zu vergleichen mit dem Unterschied, dass nicht, wie das zum Beispiel im Streichelzoo Bretten der Fall ist, die Laufwege voll mit nervigen Ziegen sind (nichts gegen Ziegen, das sind bestimmt tolle, schmackhafte, Tiere, aber wenn sie in Massen auf den Kinderwagen zuströmen, um alles Essbare aus den Kleinkindfingern zu reißen und anschließend noch alle leere Papiertüten zu fressen, die sie irgendwo im Wagen finden, ist mir das schnell zu anstrengend). Auch in Pforzheim kann man Ziegen füttern und streicheln, wenn man das will – entweder durch den Zaun oder in einem extra abgetrennten Areal. Dazu muss man erst mal Futter kaufen. Das macht man entweder am Eingang oder füllt sich das Futter an verschiedenen Automaten im Park in Papierbecher. Beides – Kasse und Automat – kostet pro Portion 2 Euro, wobei man darauf achten muss, dass die Automaten ausschließlich 2-Euro-Münzen nehmen. Man sollte also schauen, dass man genug Kleingeld dabei hat, das man übrigens auch zum Parken braucht – die Parkautomaten nehmen nur Münzen und ein paar auch 5-Euro-Scheine. Wer, wie ich, genau 50 Cent im Auto findet und wahlweise einen 50- oder einen 100-Euro-Schein im Geldbeutel hat, muss die Wegezeit zur Kasse, Futterkauf mit Kleingeldwechsel und Rückweg zum Parkplatz in Kauf nehmen. Strafzettel für das Nichtbezahlen werden übrigens gefühlt durchgehend verteilt, man braucht sich also keine Hoffnung machen, dass man da verschont bleibt. Sparfüchse nehmen noch Schaufel und Besen ins Handgepäck, weil es beim durchschnittlichen 2jährigen maximal 10 Minuten dauert, bis der Becher mit dem Futter herunterfällt oder aus Trotz ausgekippt wird :). Einige Tiere dürfen nicht gefüttert werden und auch wenn sogar der soeben erwähnte 2jährige ohne Probleme versteht, dass ein rotes Schild am Zaun genau das bedeutet und sowohl in Deutsch und auch Englisch darauf hingewiesen wird, scheint das einigen Besuchern nicht klar zu sein. Die Tiere, die man füttern darf, dürfen ausschließlich das Tierpark-Futter bekommen, die Zuhause gesammelten Essensreste also besser nicht mit nehmen.

An Tieren gibt es für einen „kostenlosen“ Park sehr viel zu sehen. Highlights unter Tieren hervorzuheben ist wahrscheinlich unangebracht, da sich da jeder anders begeistern kann. Es gibt neben den Klassikern wie Ziegen, Schafe, Esel, Ponies, Schweine, Gänse, Enten, Hühnern auch Störche, Otter, viel Rot- und Rehwild, Waschbären, Wildschweine, Rentiere, Elche, Luchse, Füchse, Eulen, Uhus, Mufflons, Steinböcke, Wisente, Nager, und, und, und. Insgesamt über 70 Tierarten und 400 Tiere. Ein einzeln abgegrenztes Areal beherbergt den Kinderbauernhof, in dem auch gestreichelt werden darf und in dem der sogenannte Schnullerbaum steht. An dem Baum können Kinder ihren Schnuller hängen, wenn sie den Schritt wagen wollen, der Sucht künftig zu entsagen. Eine offensichtlich stark genutzte Aktion, wie man an hunderten, wahrscheinlich sogar tausenden Schnullern sieht. Dass der Schnullerbaum im Vogelbereich steht und die Tauben die bereits länger hängenden Schnuller mit einer gleichmäßigen, weißen Kotschicht überzogen haben, gehört wahrscheinlich zur Abgewöhungsstrategie, weil spätestens bei dem Anblick wohl jedem Kleinkind der Appetit vergeht.

Wer genug von den Tieren hat, holt sich etwas zu Essen, ein Getränk oder Eis und setzt sich in den Biergarten. Alternativ geht man zu einem der Spielplätze, die für jedes Alter etwas zu bieten haben. Im Park befindet sich auch ein Klettergarten, der allerdings nicht direkt dazugehört.

Preise: Wie schon erwähnt, kostet der Park keinen Eintritt. Gehen wir von einem Wochenende aus, werden 5 Euro Parkgebühren für 3 Stunden oder 10 Euro für den ganzen Tag fällig. Futter kostet 2 Euro und pro Kind braucht man ziemlich sicher 2 oder 3 Packungen, wobei das noch die Untergrenze sein dürfte. Das Essen und Trinken ist gut und günstig – die obligatorische Curry-Wurst mit Pommes kostet keine 5 Euro und so landet man mit Parken, Futter für Tier und Mensch (2 Erwachsene und 2 Kinder) und zum Abschluss noch einem Eis bei nicht mal 40 Euro, was mehr als anständig ist. Wer sparen will, nimmt sich das Picknick von Zuhause mit (was man dann zwar nicht im Bereich des Biergartens, aber überall sonst im Park abhalten kann). Feuchttücher nicht vergessen, wer im Park essen möchte. Die durchschnittliche Kinderhand ist bereits nach ein paar Minuten von einer dicken Schicht Tier-Spucke, Futterresten und Dreck überzogen. Wer noch mehr sparen möchte, kommt mit dem Fahrrad oder Bus oder parkt sein Auto weiter weg (falls er da einen Parkplatz finden sollte). Wer dann immer noch sparen möchte, bleibt daheim.

Erfahrungsbericht: Campingplatz Waldcamping am Brombachsee (Pleinfeld)

Damit sich der Wohnwagen auch lohnt und er nicht 365 Tage im Jahr in der Gegend herumsteht (sondern nur 362), war es mal wieder an der Zeit für einen Kurzurlaub über das dank Brückentag lange Wochenende vom 25. bis 28. Mai. Aufgrund der relativen Nähe von knapp 2 Auto-Stunden fiel die Wahl auf den Brombachsee in Franken. Hier hatten wir bereits sehr gute Erfahrungen mit dem See Camping Langlau gemacht und nach einer Pleite im letzten Jahr „Erfahrungsbericht: Campingplatz Waldcamping am Brombachsee (Pleinfeld)“ weiterlesen

Schlechtwetter-Tipp für Familien um Stuttgart herum: Museum am Löwentor (Paläontologie: Leben der Vorzeit)

Regenwetter, Sonntag, 7:30 Uhr morgens und zwei bestens ausgeschlafene Kinder im Alter von 4 und 2 sind eine denkbar schlechte Kombination. Vor allem wenn die letzten Tage schon Zoo, Hallenbad sowie Omas & Opas auf dem Programm standen. Da Dinosaurier im Moment bei beiden sehr hoch im Kurs stehen und der letzte Besuch im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart schon fast ein Jahr zurückliegt, hatten wir kurze Zeit später entschlossen, den Vorschlag von mir (später sollte Noa es anders in Erinnerung haben: „Das war doch jetzt eine richtig gute Idee von mir!?“) anzunehmen und schon bald danach waren wir in Richtung Stuttgart unterwegs. „Schlechtwetter-Tipp für Familien um Stuttgart herum: Museum am Löwentor (Paläontologie: Leben der Vorzeit)“ weiterlesen

Kinderstuhl für die Küche bauen (Learning Tower) auf Ikea-Basis

Hat jetzt zwar nichts mit dem Seitentitel Van Clan zu tun, passt aber ganz gut als erster Eintrag auf dem neuen Blog. Wir haben unsere zwei Jungs schon immer gerne in der Küche mitarbeiten lassen, was sie auch beide wirklich lieben. Allerdings haben wir hier zwei verschieden hohe Kunststoff-Hocker verwendet, die schon zahlreiche Unfälle verursacht haben, weil sich die Kinder mal eben schnell weggedreht haben und ins Leere getreten sind. Schlimmeres blieb zum Glück bisher aus und mit jeder Beule werden sie auch vorsichtiger, dennoch wollten wir eine Alternative. „Kinderstuhl für die Küche bauen (Learning Tower) auf Ikea-Basis“ weiterlesen