Facebook: Access All Areas

Privatsphäreneinstellung in Facebook

Ganz am Anfang hatte man 10 Freunde bei Facebook, denen man ohne Sorge alles und wirklich alles per Statusmeldung mitteilen konnte, ohne peinliche Konsequenzen fürchten zu müssen – man hätte diesen das alles ja auch direkt erzählt.

Dann sind es bald darauf 30 „Freunde“, weil man von den alten Schulkameraden gefunden wird. Hier hat man zwar noch in Erinnerung, dass die Leute alle mal ganz ok waren und vermutlich auch noch sind, man wird aber schon unsicherer. Wieder eine Zeit später sind es über 100 Kontakte, dann über 200, die halbe Belegschaft der Firma ist mit dabei und spätestens jetzt hat man sogar einen oder zwei Kontakte, die man überhaupt nicht kennt – man geht zwar immer noch davon aus, dass die Leute schon ok sein werden (man hat ja schließlich 42 gemeinsame Freunde), kann aber definitiv nicht abschätzen, wie der Unbekannte auf die eigene Statusmeldung in der Nacht von Samstag auf Sonntag „Ich weiß leider nicht mehr wie du aussiehst, kenn nicht deinen Namen, scheiß egal .. besoffen!“ reagiert.

Wie solche Statuseinträge wahrgenommen werden, merkt man entweder an sich selbst, wenn man bei nicht ganz so befreundeten „Freunden“ einen Eintrag liest und sich automatisch denkt „Was für ein Depp! Was soll denn DIESE Aussage bedeuten?!“ oder man merkt es, wenn man Montagmorgens am Arbeitsplatz angesprochen wird, dass einem der Kollege gerne bei Alkoholproblemen helfen könne, seine Bürotür für so etwas immer offen steht und die Wiedereingliederung nach dem Entzug schon mit dem Chef besprochen wäre (nur weil man EINMAL einen zum Bier- und Jägermeister-Zapfsystem umgebauten Land Rover in Facebook gestellt hat und sich nach dem Wochenende vielleicht nicht auf Anhieb an den Namen des Kollegen erinnern kann).

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, an dem man sich über die Einstellung der Privatsphäre Gedanken machen sollte. Am einfachsten geht das mit sogenannten Listen, in die man seine Freunde packt. Um diese Listen sprechend zu gestalten, habe ich mir folgende angelegt:

Access All Areas | Hier landen alle die Leute, denen man ohne mit der Wimper zu zucken auch alles erzählen würde, was um einen herum so passiert. Diese Leute sehen ALLES – wie der Name schon sagt.

Center Stage | Hierin sind alle Leute enthalten, die auch in Access All Areas sind und die „so ziemlich alles“ sehen dürfen, die es aber nichts angeht, wenn man – wieder mal – besoffen auf einer Gang-Bang-Party aufgewacht ist.

Campground | Auch hier sind die Access-All-Areas-Leute drin, zusätzlich alle der Liste Center Stage und alle, die „ruhig mal ab und zu“ was von einem lesen dürfen. Wenn man beim Zahnarzt eincheckt, Geld braucht oder Blogartikel veröffentlicht und auf ein paar ‚gefällt mir‘ hofft, zum Beispiel.

Parkplatz | Hier sind nur die Leute drin, die man deshalb hat, weil sie einen irgendwann mal angeschrieben haben, man später aber merkt, dass da irgendwas nicht stimmt. Zum Beispiel, wenn man Blickkontakt zum Kollegen sucht, der einen vor nicht allzu langer Zeit per Klick um das Aufbauen einer virtuellen Freundschaft gebeten hat und nun im Abstand von 10m auf einen zukommt, man bei Abstand von 5m ein fröhliches „Maaahlzeit!“ verlauten lässt und statt einer Antwort bei Abstandsmeter eins nur ein panisches Blickausweichen Richtung Wand und schnelles, schweigendes Vorbeihasten bekommt. Dann merkt man, dass er einen eigentlich gar nicht kennt. Oder kennt und nichts mit einem zu tun haben will – es geht ihm nur darum, jemand zu finden, der nachts um 3 Uhr seine virtuellen Karotten auf dem virtuellen Acker seiner dämlichen virtuellen Farm erntet.

Die Listen sind schnell angelegt, das Hinzufügen der Leute dauert leider ein bisschen. Die Funktion findet sich nach dem Klick auf das eigene Profil unter „Freunde“ – „Freunde bearbeiten“ – „+ Liste erstellen“.

Listen in Facebook

Nachdem die Listen gepflegt sind, muss nun aber noch eingestellt werden, wie diese überhaupt genutzt werden sollen. Dazu verfasst man am einfachsten eine neue Statusmeldung, geht unten rechts (Stand 09/2011) auf den Button neben „Posten“ und wählt „Benutzerdefiniert“ aus.

Im erscheinenden Fenster „Individuelle Privatsphäre“ kann man nun entscheiden, ob man das Posting nur bestimmten Personen zugänglich machen möchte (also quasi eine Whitelist).

Hierzu muss man in der ersten Zeile bei „Diese Personen“ den Punkt „bestimmte Personen…“ anklicken und anschließend die entsprechende Liste (bei mir zum Beispiel die „Access All Areas“) auswählen.

Umgekehrt wäre der Blacklist-Fall, dass man nämlich bewusst eine Liste ausgrenzt (bei mir die Liste „Parkplatz“), deren Mitglieder den Eintrag nicht sehen werden.

Ob Black- oder Whitelist: Danach „Änderungen speichern“ und fertig!

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